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Ausbau der Windkraft kommt nur schleppend voran

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Im vergangenen Jahr wurden bundesweit nur 484 neue Anlagen an Land errichtet. In Bayern und Baden-Württemberg fällt der Zubau schwach aus.

von dpa und Christian Gleichauf
Die Windkraft soll bei der Energiewende in Deutschland eine Hauptrolle spielen. Doch beim Ausbau an Land gibt es nur geringe Fortschritte. Foto: dpa
Die Windkraft soll bei der Energiewende in Deutschland eine Hauptrolle spielen. Doch beim Ausbau an Land gibt es nur geringe Fortschritte. Foto: dpa  Foto: Patrick Seeger

Der Ausbau der Windkraft an Land hat 2021 zugelegt - das Tempo ist aber aus Sicht der Branche zu niedrig, um Klimaziele zu erreichen. Insgesamt wurden 484 Windenergieanlagen mit einer installierten Leistung von 1925 Megawatt errichtet, wie der Bundesverband Windenergie sowie der Fachverband VDMA Power Systems mitteilten.

Der sogenannte Bruttozubau erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 35 Prozent. Weil auch alte Anlagen stillgelegt wurden, lag der Nettozubau bei 1692 Megawatt. Der Zubau befinde sich nach wie vor auf einem niedrigen Niveau, so die Verbände.


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Fast drei Viertel der neu installierten Leistung wurde 2021 in Niedersachsen, Brandenburg, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein realisiert. Spitzenreiter mit jeweils 104 neuen Anlagen waren Niedersachsen und Brandenburg. Der geringste Zubau, abgesehen von den Stadtstaaten, erfolgte in Bayern, dem Saarland und Sachsen. In Bayern kamen gerade einmal acht Windkraftanlagen dazu.

In Baden-Württemberg wurden im vergangenen Jahr 28 Windenergieanlagen mit einer installierten Leistung von je 4082 Kilowatt errichtet. Umweltministerin Thekla Walker (Grüne) sagte, der Zubau sei viel zu gering, um spürbar CO2-Emissionen einsparen zu können. "Wir brauchen vor allem Flächen für den Ausbau. Es ist deshalb ein starkes Signal, dass die neue Bundesregierung zwei Prozent der Flächen für die Windenergie bereitstellen will."

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Die eigentlich für Ende 2021 geplante Inbetriebnahme hatte sich aufgrund des weltweiten Chipmangels verzögert, weil die notwendige Anlagensteuerung nicht rechtzeitig geliefert wurde. Jetzt sollen die Anlagen - zwei auf Bretzfelder Gemarkung (Hohenlohekreis), eine auf Obersulmer (Landkreis Heilbronn) - in den nächsten Wochen in Betrieb gehen. Im Hohenlohekreis sind aktuell 14 Windkraftanlagen in Betrieb. Weitere Projekte befinden sich in Planung.

 

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