Heilbronn
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Zweite Auflage der Herbstmesse findet vom 29. September bis 3. Oktober statt

Nach dem durchwachsenen Neustart im vergangenen Jahr setzt die Heilbronner Herbstmesse 2022 auf eine größere Resonanz. Der Veranstalter rechnet mit über 50.000 Besuchern auf der Theresienwiese.

Thomas Zimmermann
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Lesezeit 2 Min
Zweite Auflage der Herbstmesse findet vom 29. September bis 3. Oktober statt.
Auf dem Messegelände war im vergangenen Jahr vor allem an Wochentagen noch viel Luft nach oben für Besucher.  Foto: Stadt Heilbronn

Die Heilbronner Herbstmesse auf der Theresienwiese wird keine Eintagsfliege bleiben. Nachdem der bereits für 2020 geplante Neustart der Ausstellung wegen des Ausbruchs der Corona-Pandemie auf den vergangenen Herbst verschoben werden musste, soll nun mit der zweiten Auflage vom 29. September bis 3. Oktober der nächste Schritt hin zur Normalität gegangen werden.

Anknüpfen an Unterlandschau

Damit will die Messe an die alten Zeiten der Unterlandschau aus den 1980er Jahren anknüpfen. Kein leichtes Unterfangen, kamen doch zu den Glanzzeiten weit über 100.000 Besucher auf das Heilbronner Festgelände. Von diesen Zahlen ist die neue Messe noch meilenweit entfernt. An den fünf Tagen im Herbst 2021 waren die im Vorfeld erhofften 50.000 Besucher verfehlt worden. Genauere Besucherzahlen will der Ausrichter, die RW Messen und Events aus Kirchardt, aber bis heute nicht nennen.

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"Ich kann aber sagen, dass es eine ordentliche Messe war", betont deren Chef Dieter Link. "Man muss aber auch berücksichtigen, dass es eine Messe unter Corona-Bedingungen war und wir heilfroh waren, dass sie überhaupt stattfinden konnte", macht Link klar. Tatsächlich waren andere Großveranstaltungen im Herbst wie das Heilbronner Weindorf schon Monate zuvor abgesagt worden.

 

Angebot für Kinder

"Wir haben immerhin Erfahrungswerte gesammelt, die uns in diesem Jahr helfen werden", ist sich Link sicher, der in diesem Jahr als alleiniger Veranstalter ohne die FG Vetriebsgesellschaft mit Sitz in Heilbronn auftritt. So sollen die Außenbereiche der Messe diesmal auf den geteerten Flächen stattfinden.

Durch das geplante Klimawäldchen im Nordosten der Festwiese fielen zudem zwei der ursprünglich geplanten Hallen weg. Sie sollen jetzt an anderer Stelle errichtet werden. "Außerdem wollen wir stärker auf Regionalität setzen und eine Halle Heilbronner Handwerk sowie einen zentralen Marktplatz einrichten", betont Link. Zusätzlich soll es auf der Messe erstmals für die Kinder ein großes Angebot mit Spiel- und Sportaktivitäten und eine Ideenwerkstatt geben. Passend dazu sind Kindergärten und Schulen am Messedonnerstag und -freitag eingeladen, die Theresienwiese kostenlos zu besuchen.

Harry Mergel übernimmt Schirmherrschaft

Auch die Stadt Heilbronn unterstützt die Veranstaltung erneut. "Es freut uns sehr, dass die Herbstmesse kein einmaliges Ereignis war, sondern es in diesem Jahr eine Neuauflage gibt", betont Harry Mergel. Auch in diesem Jahr will der Heilbronner Oberbürgermeister die Schirmherrschaft über die Veranstaltung übernehmen, wie er auf Anfrage der Heilbronner Stimme verriet.

Insgesamt 90 Aussteller hätten laut Dieter Link bereits zugesagt. In den nächsten Wochen soll die Akquise auf Hochtouren laufen. "Aus meiner Sicht machen 70 bis 80 Prozent der Aussteller von 2021 wieder mit", schätzt der Messeveranstalter. Der Trend unter den Ausstellern gehe in diesem Jahr hin zu Kachelöfen und E-Mobilität.

Der Messeveranstalter setzt auch darauf, dass nach mehr als zwei Jahren Pandemie langsam wieder Normalität im Alltag einkehrt. "Die allgemeine Unsicherheit in den vergangenen Monaten war ein Riesenproblem. Aber seit rund vier Wochen haben wir gemerkt, dass es wieder aufwärts geht", betont der 56-Jährige. Bis etwa sechs Wochen vor der Eröffnung am 29. September will Link die Hallen auf der Theresienwiese voll haben.

An den Rahmenbedingungen wird sich im Vergleich zum Vorjahr wenig ändern. Der Tageseintritt kostet wie 2021 acht Euro, das Messeticket für die fünf Tage soll wieder für 35 Euro zu haben sein. Beide Tickets berechtigen an den Messetagen zur Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs.


Die Herbstmesse gilt als Nachfolgerin der Unterlandschau, die in den 1980er und 90er Jahren sehr erfolgreich durchgeführt wurde. Sie zog in ihren Glanzzeiten weit über 100.000 Besucher auf die Heilbronner Theresienwiese. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts sanken die Zahlen allerdings kontinuierlich, bis sie einem Tiefpunkt bei rund 60.000 Gästen erreichten. Danach wurde die Unterlandschau eingestellt – auch weil die Aussteller fehlten. Der Versuch, sie als Messe Heilbronn wiederzubeleben, scheiterte im Jahr 2011. Das im Rahmen der Heilbronner Herbstmesse geplante Oktoberfest mit den Schürzenjägern findet bereits vom 1. bis 3. Juli als Elzparkfestival in Mosbach statt. Nähere Informationen unter www.hnh-herbstmesse.de 

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