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Verkehrswende: Vieles wurde angestoßen, wenig ist passiert

  
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Die Nutzung von E-Bikes hat eine erfreuliche Entwicklung hingelegt. Bis das Fahrrad aber einen nennenswerten Beitrag zur Verkehrswende leistet, ist es noch ein weiter Weg. Ein Kommentar.

Das Rad verdient sich derzeit einen neuen Stellenwert unter den Fortbewegungsmitteln. Foto: dpa
Das Rad verdient sich derzeit einen neuen Stellenwert unter den Fortbewegungsmitteln. Foto: dpa  Foto: Zacharie Scheurer (dpa-tmn)

Das Pedelec - landläufig E-Bike genannt - erlebt eine Entwicklung, die vor Jahren selbst optimistische Fahrrad-Enthusiasten nicht für möglich gehalten hätten. Bemerkenswert ist dabei, dass nicht nur gekauft, sondern tatsächlich auch gefahren wird. Denn noch stärker als der Radverkauf ist der Ersatzteilmarkt explodiert. Die Menschen nutzen die neue Freiheit, um schneller und weiter zu fahren, und das bis ins hohe Alter.

Angesichts dieser positiven Entwicklung wird allerdings deutlich, welch weiter Weg noch vor uns liegt, soll das Fahrrad wirklich einen nennenswerten Beitrag zur Verkehrswende leisten. Denn die hochpreisigen Mountainbikes, die den überwiegenden Teil der aktuell verkauften Räder ausmachen, bleiben Sportgeräte, die allenfalls bei schönem Wetter mal das Auto auf dem Weg zur Arbeit ersetzen. Das sollte bei aller Euphorie nicht übersehen werden.

Es sind Millioneninvestitionen nötig

Trotzdem ist ein konsequenter und beschleunigter Ausbau der Radwege und der sonstigen Infrastruktur angesagt. Vieles wurde angestoßen, doch wenig ist passiert. Weil Millionen investiert werden müssen, will die Planung natürlich gut vorbereitet sein. Doch einzelne Prestigeprojekte kosten viel Geld, die in der Fläche zu wenig bringen. Die Radautobahn von Heilbronn nach Bad Wimpfen samt ihrer Zubringer ist deshalb nur ein Schritt, dem weitere folgen müssen. Das Rad verdient sich derzeit einen neuen Stellenwert im Konzert der Fortbewegungsmittel. Das muss Konsequenzen haben.


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