Hüffenhardt
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Krebsbachtalbahn: Ab 1. Mai fährt der Rote Flitzer wieder

Nach seiner Winterpause kommt der historische Schienenbus zurück in den Lokschuppen in Hüffenhardt. Bis Ende Oktober ist der Rote Flitzer auf der Strecke der Krebsbachtalbahn unterwegs.

Elfi Hofmann
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Ab 1. Mai fährt der Rote Flitzer wieder
Unzählige Familien mit Kindern nutzten am Ostermontag die Gelegenheit zu einer Fahrt in den historischen Triebwagen.  Foto: Theuer, Franz

Einige werden sich verwundert die Augen gerieben haben, verkehrte doch an den zwei vergangenen Wochenenden auf der Strecke der Krebsbachtalbahn ein Zug. Das hatte allerdings weder etwas mit einer schnellen Reaktivierung der Strecke zu tun noch mit einem frühzeitigen Start des Roten Flitzers. "Es hatte zwei Gründe", erklärt Hans-Joachim Vogt, Vorsitzender des Fördervereins Krebsbachtalbahn.

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Regulärer Saisonbeginn

Zum einen habe an Ostern erstmals seit 2019 wieder die traditionelle Ostereiersuche des Vereins stattgefunden, die coronabedingt zwei Jahre lang ausfallen musste. "Und wir haben zu der Jahreszeit noch den Rebenbummler bei uns stehen, der dann gefahren ist." Der Museumszug hat im Lokschuppen in Hüffenhardt überwintert, weicht aber am kommenden Wochenende dem Roten Flitzer, der am Samstag einrollen wird. Einen Tag später, am 1. Mai, beginnt dann die reguläre Saison.

Der gute inoffizielle Start in die Saison stimmt Vogt zuversichtlich. Alleine an Ostermontag seien rund 170 Personen mit dem Zug zwischen Hüffenhardt und Neckarbischofsheim gefahren. "Und trotz des verregneten Wetters eine Woche später waren genauso viele Gäste an Bord wie an einem normalen Sonntag", sagt Vogt. "Ich glaube, sie haben darauf gewartet, dass es endlich los geht." Auch die Reservierungen durch verschiedene Wandergruppen, die am 1. Mai die Verbindung nutzen wollen, macht Hoffnung auf ausgelastete Waggons.

Noch keine konkreten Überlegungen

Besonders die gut zu erreichenden Restaurants in Bahnhofsnähe in Siegelsbach und Hüffenhardt würden Wanderer anziehen. Bis zum 3. Sonntag im Oktober ist der auch als "Entenmörder" bekannte Zug auf der Strecke unterwegs. Ob und wie die Fahrten bei einer Reaktivierung der Bahnstrecke weitergehen, weiß Hans-Joachim Vogt noch nicht. "Vielleicht könnten wir ihn dann an Sonn- und Feiertagen auf die Schienen lassen", erklärt der Vorsitzende des Fördervereins. Konkrete Überlegungen gebe es bisher aber noch nicht.

Vogt schaut mit einem lachenden und einem weinenden Auge auf die eventuelle Wiederinbetriebnahme, über die der Bad Rappenauer Gemeinderat wohl in seiner Sitzung am 19. Mai entscheidet. Der Verein wurde auch gegründet, um die Strecke so lange zu erhalten, bis wieder eine reguläre Verbindung eingerichtet wird. "Dieses Ziel hätten wir erreicht", sagt Vogt.

Laut der Pläne würde der Abschnitt, der Siegelsbach und Hüffenhardt verbindet, nicht reaktiviert werden. "Wir überlegen bereits, wie man dieses kleine Stück dann erhalten könnte." Insgesamt müsse man sich als Verein neu organisieren. Allerdings sei bis dahin noch viel Zeit. Experten sprechen von fünf bis sechs Jahren. "Und mindestens so lange fährt der Rote Flitzer auch noch."

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