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KI-Innovationspark Ipai in Heilbronn wächst: Dübelspezialist Fischer steigt ein

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Würth ist schon da. Jetzt kommt das zweite Unternehmen aus der Befestigungsbranche, das sich rechtzeitig den Zugang zur neuesten KI-Technik sichern möchte. Die Frequenz nimmt zu.

Der Fischer Baubot kann in fünf Metern Höhe präzise Löcher bohren.
 Foto: privat
Der Fischer Baubot kann in fünf Metern Höhe präzise Löcher bohren. Foto: privat  Foto: Fischer Gruppe

Die Unternehmensgruppe Fischer ist neues Mitglied im KI-Innovationspark Ipai in Heilbronn. Das mit Dübeln bekannt gewordene Unternehmen ist mittlerweile breit aufgestellt. Seit Generationen bereits wachsen technikbegeisterte Kinder mit Fischertechnik auf. Zuletzt präsentierte Fischer den weltweit ersten Bauroboter. Sogar Befestigungsteile werden schon mit Sensoren ausgestattet. So kann fast überall auch Künstliche Intelligenz genutzt werden.

Können Würth und Fischer voneinander profitieren?

"Im Ipai können wir neue Tools und Möglichkeiten für verantwortungsvolle KI-Anwendungen entwickeln, die unser Unternehmen und unsere Branche voranbringen", sagt Matthias Schneider, Geschäftsführer für Digitales bei der Unternehmensgruppe.

Fischer wird sich im Ipai in Heilbronn übrigens auch in Nachbarschaft zum großen Befestigungsspezialisten Würth aus Künzelsau befinden, der sein Büro im Zukunftspark Wohlgelegen bereits bezogen hat.

Ein Bauroboter bietet sich für den Einsatz von KI an

Hoffnungen setzt Fischer beispielsweise in die Weiterentwicklung seines "Baubots". Der fahrende Roboter geht auf die Entwicklung eines Wiener Start-ups zurück, das die Schwarzwälder im vergangenen Jahr übernommen haben.

Das 1,2 Tonnen schwere Fahrzeug ist in der Lage, mit 3D-Druck Pflastersteine und Bauelemente vor Ort passgenau zu formen, Löcher zu bohren und gleichzeitig den Staub abzusaugen. Künstliche Intelligenz könnte hier wohl zahlreiche Optimierungen und Weiterentwicklungen ermöglichen.

Frühzeitig möchte sich Fischer deshalb einen Platz auf dem geplanten Ipai-Campus in Heilbronn sichern. "So nutzt Fischer die Infrastruktur, Inhalte und Ressourcen des Zusammenschlusses unter anderem, um die Leistung und Effizienz interner Prozesse zu steigern sowie innovative Wege zur Wertschöpfung und zur kontinuierlichen Optimierung der Kundenerlebnisse zu finden", heißt es auf Anfrage.

Auch in der Verwaltung wird schon KI eingesetzt

In der Unternehmensgruppe kommt KI bereits in administrativen Bereichen wie auch in der Produktion zur Anwendung. "KI-Tools ersetzen keine menschliche Expertise, aber entlasten uns im Tagesgeschäft und ermöglichen es, uns auf wichtige Kernaufgaben zu konzentrieren", unterstreicht IT-Geschäftsführer Schneider.

Als Ipai-Mitglied wolle Fischer die Forschung und Anwendung von KI, Robotik und Digitalisierung im Bauwesen weiter voranbringen. So werde die Wettbewerbsfähigkeit erhalten.

Umsatz auch schon im Milliardenbereich

Die Möglichkeiten sind vielfältig. Die Unternehmensgruppe mit Sitz in Waldachtal im Nordschwarzwald hat 2022 mit rund 5600 Mitarbeitern einen Umsatz von 1,14 Milliarden Euro erzielt. Das Familienunternehmen ist mit 52 Gesellschaften in 39 Ländern vertreten und exportiert in rund 120 Länder. Es umfasst die fünf Unternehmensbereiche Befestigungssysteme, Automotive, Consulting, Electronic Solutions und Fischertechnik.




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