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Gefahrgutaustritt auf Mannheimer Werksgelände: Weiter Großeinsatz

  
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Fast 24 Stunden nach einem Chemieunfall im Mannheimer Hafen mit mehr als einem Dutzend Verletzen war am Mittwochnachmittag der Großeinsatz noch im vollen Gange.

Von dpa
Die Feuerwehr kühlt den Container, der mit 200 Fässern Hydrosulfit gefüllt ist.
Die Feuerwehr kühlt den Container, der mit 200 Fässern Hydrosulfit gefüllt ist.  Foto: Dieter Leder/dpa

Weit mehr als 100 Einsatzkräfte waren noch vor Ort. Sie kühlten einen Container des Chemiekonzerns BASF, um den weiteren Austritt giftiger Dämpfe zu verhindern, wie eine Sprecherin der Feuerwehr erläuterte. Die Lage sei stabil. Aktuell stimmten sich die Experten darüber ab, wie der Einsatz weitergeführt wird und welche Maßnahmen ergriffen werden. Die Werksfeuerwehr der BASF sei zumindest beratend an der Sicherung des Containers mit knapp 200 Fässern beteiligt, teilte die Polizei mit.

Die genaue Ursache für die Leckage sei noch immer nicht geklärt, sagte die Sprecherin der Feuerwehr. Bei der Feuerwehr habe es bislang keine Verletzten gegeben. Die Polizei hingegen hatte 16 Beamte gemeldet, die über Reizhusten und gerötete Augen klagten. Zwei von ihnen mussten im Krankenhaus behandelt werden. An dem Einsatz waren auch die Wasserschutz-Polizei und das Technische Hilfswerk beteiligt.


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In dem Container waren Fässer gelagert, die mit Hydrosulfit gefüllt sind. Dabei handelt es sich um ein Hilfsmittel für die Textilindustrie, das zum Beispiel zum Bleichen verwendet wird. Nach Angaben der Behörden könnte es zu einer Selbstzersetzung des ausgelaufenen Produkts gekommen sein, bei der Schwefeldioxid und andere Schwefelsalze freigesetzt wurden. Dies verursachte zeitweise eine rund 150 Meter hohe Wolke.

Am Vormittag waren mit Ausnahmen in unmittelbarer Nähe des Einsatzortes fast alle Straßensperrungen wieder aufgehoben.

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