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Chemieunfall im Mannheimer Hafen macht Helfern zu schaffen

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Der Chemieunfall in Mannheim gestaltet sich als Problem für die Experten. Der Container mit gefährlichem Inhalt muss abkühlen, bevor man ihn öffnen kann.

Von dpa
Nach einem Chemieunfall im Mühlauhafen kühlt die Feuerwehr einen Container, der mit rund 200 Fässern Hydrosulfit gefüllt ist.
Nach einem Chemieunfall im Mühlauhafen kühlt die Feuerwehr einen Container, der mit rund 200 Fässern Hydrosulfit gefüllt ist.  Foto: Dieter Leder/dpa

Durch Selbstentzündung einer Substanz in einem Überseecontainer ist im Mannheimer Hafen ein Chemieunfall ausgelöst worden. Bei der aus dem Behälter ausgetretenen Chemikalie handele es sich um ein leicht reaktives, schon sehr altes Bleichmittel für Textilien, erläuterte Linda von dem Bussche, Leiterin Sicherheit und Umwelt bei der BASF Ludwigshafen.

In dem für die Türkei gedachten Behälter sind nach ihren Worten rund 220 Fässer mit 22 Tonnen Hydrosulfit. Bei dessen Selbstzersetzung werden Schwefeldioxid und andere Schwefelsalze freigesetzt.

Ende des Einsatzes ist nicht abzusehen

Diese hatten nach dem Unfall vom Dienstagnachmittag zeitweise eine 150 Meter hohe Rauchwolke gebildet. Die Gefahr einer Explosion habe aber nie bestanden, hieß es. Der Brand war auch am Mittwochnachmittag nicht unter Kontrolle. Ziel der Einsatzkräfte sei, den Container so abzukühlen, dass die Reaktionen in ihm beherrschbar werden. Dieser Zustand werde bei Temperaturen von unter 50 Grad erreicht, so die Feuerwehr. Ein konkretes Ende des Einsatzes sei nicht abzusehen.

Es sei ein bedauerlicher Fall, der sehr selten vorkomme, betonte Bussche. Der Chemiekonzern werde sich mit der Frage auseinandersetzen, wie dies in Zukunft zu verhindern sei. Die genaue Ursache für den Austritt sei noch immer nicht geklärt.

Auf einem Mannheimer Werksgelände ist am Dienstagnachmittag eine gefährliche Flüssigkeit ausgetreten. Sie könne giftige und reizende Dämpfe entwickeln, teilte die Polizei mit.
Auf einem Mannheimer Werksgelände ist am Dienstagnachmittag eine gefährliche Flüssigkeit ausgetreten. Sie könne giftige und reizende Dämpfe entwickeln, teilte die Polizei mit.  Foto: PR-Video/dpa

Nach ihren Angaben wurden 17 Menschen verletzt. Zuvor war von 16 leicht verletzten Polizisten die Rede, von denen zwei ambulant in der Klinik versorgt worden waren. An dem Einsatz mit in der Spitze 150 Helfern waren auch die Wasserschutz-Polizei und das Technische Hilfswerk sowie sie BASF-Werksfeuerwehr beteiligt.

35 Personen, die in der Umgebung wohnen, wurden in einem Wohnheim untergebracht. Über Nacht seien fünf Messwagen im Einsatz gewesen, ohne relevante Werte zu zeigen. Es habe nie eine Gefahr für die Bevölkerung bestanden. Doch waren die Anwohner aufgerufen worden, Fenster und Türen zu schließen.

 
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