Region Heilbronn

A6: Brennender Lkw-Anhänger legt Verkehr lahm

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25 Kilometer Stau und völlig überlastete Umleitungsstrecken: Nach dem Brand eines Lkw-Anhängers auf der A6 bei Kirchhausen kam es am Dienstag in der Region zu erheblichen Verkehrsbehinderungen. Die Fahrbahn in Richtung Mannheim blieb stundenlang gesperrt.

Von unserer Redaktion

25 Kilometer Stau und völlig überlastete Umleitungsstrecken: Nach dem Brand eines Lkw-Anhängers auf der Autobahn 6 in Höhe Heilbronn-Kirchhausen kam es am Dienstag in der Region zu erheblichen Verkehrsbehinderungen. Die Fahrbahnen in Richtung Mannheim blieben stundenlang gesperrt. 

Am Abend staute sich der Verkehr auf einer Länge von 25 Kilometern bis nach Öhringen zurück. Auf den Umleitungsstrecken im Raum Heilbronn ging es im Feierabendverkehr nur im Schneckentempo vorwärts. Auch aus Richtung Stuttgart stockte der Verkehr vor dem Weinsberger Kreuz. 

Nach umfangreichen Löscharbeiten am Nachmittag dauerten die Bergungsarbeiten bis in die Nacht an. Erst um 22 Uhr hob die Polizei die Sperrung auf. Der Rückstau betrug zu diesen Zeitpunkt noch rund 13 Kilometer. In Fahrtrichtung Mannheim wurde zunächst der linke Fahrstreifen freigegeben. Der rechte Fahrstreifen, der erneuert werden muss, sowie der Standstreifen blieben bis in die frühen Morgenstunden gesperrt. 

 

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Der Sattelzug hatte Kunststoffseile geladen, die bei dem Brand zu einer starken Rauchentwicklung führten. Die schwarze Rauchsäule war am Nachmittag kilometerweit zu sehen. Messungen der Feuerwehr ergaben laut Eberhard Jochim, Kommandant der Heilbronner Feuerwehr, dass durch den Rauch keine Gefahr für die Gesundheit von Anwohnern bestand. 

Fahrer rettete sich noch vor dem Brand

Der brennende Sattelzug war gegen 14.55 Uhr auf der A6 in Richtung Mannheim unterwegs. Nach Angaben von Yvonne Schmierer, Pressesprecherin der Heilbronner Polizei, war vermutlich ein technischer Defekt an der Achse des Sattelaufliegers die Ursache für den Unfall.

Der Fahrer bemerkte während der Fahrt, dass sein Lkw brannte und stoppte auf dem Standstreifen. Ehe die Flammen auf die Sattelzugmaschine übergriffen, koppelte der 47 Jahre alte Fahrer den Anhänger ab. Er brachte sich und die Zugmaschine in Sicherheit.

Der entstandene Sachschaden dürfte laut Polizei im sechsstelligen Bereich liegen. 

Fahrbahnbelag muss erneuert werden

An den Löscharbeiten waren mehr als 60 Feuerwehrleute beteiligt. Neben der Heilbronner Berufsfeuerwehr befanden sich auch Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren aus Heilbronn, Bad Rappenau und Neckarsulm mit insgesamt zehn Fahrzeugen an der Unfallstelle.

Am Abend war außerdem das Technische Hilfswerk mit zehn Kräften und zwei Fahrzeugen im Bereich des Weinsberger Kreuzes im Einsatz. Nach Angaben von THW-Pressesprecher Jan Hasenfratz unterstützten Kräfte der Ortsverbände Heilbronn und Weinsberg die Autobahnpolizei bei der Absicherung der Staus. pen/hei/das

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