Einigung beim Wehrdienst: Musterungen für alle sind überfällig
Die Koalition hat sich beim Wehrdienst geeinigt. Die Musterung für alle ist nur ein erster Schritt, andere müssen schnell folgen, meint Chefredakteur Uwe Ralf Heer in seinem Kommentar.
Es geht doch: Die Koalition in Berlin hat sich endlich auf die Wiedereinführung der Musterung für alle jungen Männer geeinigt. Viel zu lange hat es gedauert, bis man nun endlich den historischen Fehler aus Zeiten der vermeintlichen ewig andauernden Friedensphase korrigiert hat.
Bundeswehr-Truppen müssen wachsen – das geht nur mit allgemeinem Wehrdienst
Man kann darüber streiten, ob es gerecht ist, dass diese Pflicht nur die Männer und nicht die Frauen betrifft. Unstrittig aber ist, dass die Stärke der Bundeswehr schnellstmöglich aufgebaut werden muss, schließlich muss die Truppe um rund 80.000 Soldaten auf 260.000 anwachsen. Diese Zahl erreicht man ohne einen allgemeinen Wehrdienst nicht. Daher ist es völlig richtig, Wehrtaugliche mittels Losverfahren heranzuziehen, falls nicht genügend Freiwillige gefunden werden.
Putins Drohung ist real – darum ist der Wehrdienst notwendig
Die Bedrohung durch Putins Russland ist real und lässt sich auch nicht von jenen wegdiskutieren, die auf Verhandlungen mit dem Despoten in Moskau setzen. Wer jetzt nicht handelt, der versündigt sich an den nachwachsenden Generationen und an unseren Nachbarländern, die auch ein Recht auf eine friedliche Zukunft haben. Die erreicht man aber nicht mit guten Wünschen, sondern mit knallharter Abschreckung. Dazu ist der erste Schritt gemacht. Weitere, wie der Wiederaufbau der Kasernen und der Infrastruktur der gesamten Truppe, müssen jetzt schnell folgen.
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