Trump will schnellen Erfolg: Das verheißt nichts Gutes für die Ukraine
In einem Worst-Case-Szenario handelt der Populist Trump einen Deal mit dem Diktator Putin aus und jede Gerechtigkeit bleibt auf der Strecke, fürchtet unsere Autorin.

In Riad hat am Dienstag eine neue Zeitrechnung begonnen. Nach drei Jahren, in denen es kaum Kontakte gab, haben Russland und die USA wieder Gespräche aufgenommen. Sind Sie wirklich der Auftakt zu einem Friedensprozess? Donald Trump hat mehrfach verkündet, den Krieg in der Ukraine „sofort“ nach Amtsantritt zu stoppen. Er will nicht mehr für die Ukraine und deren Sicherheit zahlen, außerdem will er den Friedensnobelpreis, das hat er in der ihm eigenen Hybris öffentlich gesagt.
Die Europäer sind derzeit nicht in der Lage, die USA zu ersetzen
Doch wie nachhaltig kann ein „Frieden“ sein, an dem weder die überfallene Ukraine noch die Europäer beteiligt sind – obwohl sie ihn nach US-Willen wohl absichern sollen? Das Vorgehen der neuen US-Administration lässt nichts Gutes ahnen. Trump will Erfolge, und er will sie schnell. In seiner kurzfristigen Betrachtung scheint für Gerechtigkeit oder demokratische Werte kein Platz zu sein.Im schlimmsten Szenario handelt der Populist Trump mit dem Diktator Putin einen „Deal“ über die Köpfe der Ukrainer hinweg aus. Das Land könnte dann vor die Wahl gestellt werden, diesen zu akzeptieren oder künftig ohne Unterstützung der Amerikaner dazustehen. Die Europäer, das wurde in Paris erneut deutlich, haben derzeit weder den politischen Willen noch die militärische Kraft, die USA zu ersetzen.
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