Mehr Geld

Rente soll ab 1. Juli steigen – „ordentliche Renten sind kein Luxus“

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Der Rentenwert soll um 4,24 Prozent steigen. Das hat die Regierung beschlossen. Ab 1. Juli könnten Rentner mit mehr Geld rechnen.

Von red/dpa

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Rentner in Deutschland sollen ab 1. Juli 2026 mehr Geld erhalten. Das Bundeskabinett hat eine Verordnung von Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) beschlossen. Verantwortlich für die Steigerung ist die Lohnentwicklung. Demnach wird der Rentenwert um 4,24 Prozent angehoben.

Bei einer monatlichen Rente von 1000 Euro werden somit 42 Euro mehr ausbezahlt. Die Änderung soll mehr als 21 Millionen Rentner betreffen. Allerdings muss der Bundesrat dem noch zustimmen. Kanzler Friedrich Merz hatte zuletzt mit der Aussage, dass die gesetzliche Rente nur noch eine Basisabsicherung sei, Schlagzeilen gemacht.

Änderung beim Rentenwert: Ab 1. Juli soll es mehr Geld geben

Maßgeblich ist auch eine Fixierung der Haltelinie beim Rentenniveau, die die Koalition im Dezember mit ihrer ersten Rentenreform beschlossen hat. Bis 2031 gilt nun, dass das Rentenniveau nicht unter 48 Prozent fallen darf. Dieser Wert beschreibt das Sicherungsniveau der Rente im Verhältnis zu den Einkommen. Die Haltelinie hatte zuvor nur bis 2025 gegolten. Infolge der Reform wurde sie nun auch bei der Berechnung der aktuellen Rentenerhöhung berücksichtigt, konkret der Festsetzung des aktuellen Rentenwerts.

Zum 1. Juli wird der Rentenwert von 40,79 auf 42,52 Euro angehoben. Dieser Wert wird jährlich neu festgelegt und dadurch an die Veränderungen der Löhne und Gehälter angepasst. Er entspricht einer ungeminderten monatlichen Rente aus Beiträgen eines Durchschnittsverdieners für ein Jahr. Für eine Standardrente bei durchschnittlichem Verdienst und 45 Beitragsjahren bedeutet diese Rentenanpassung laut Ministerium einen Anstieg um 77,85 Euro im Monat.

„Ordentliche Renten sind kein Luxus“ – Rentenwert soll 2026 um 4,24 Prozent steigen

Bas sagte: „Ordentliche Renten sind kein Luxus, sondern eine Frage der Leistungsgerechtigkeit für die Menschen, die ihr Leben lang hart gearbeitet haben.“ In der Erhöhung komme die Verlässlichkeit der gesetzlichen Rente zum Ausdruck. „Durch die Kopplung der Renten an die Löhne stellen wir sicher, dass die Rentnerinnen und Rentner an der Wohlstandsentwicklung der arbeitenden Bevölkerung teilhaben.“

Aktuell wird hinter den Kulissen über die Zukunft der Alterssicherung angesichts der wachsenden Zahl von Babyboomern im Rentenalter verhandelt. Eine Kommission der Bundesregierung soll bis zum Ende des zweiten Quartals Vorschläge für grundsätzliche Reformen machen. Dort sind nicht nur Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vertreten, sondern auch Vertreter der Koalitionsfraktionen. Vor ihrer ersten Rentenreform im Dezember hatte die Koalition heftig über die erwarteten Milliardenkosten einer Stabilisierung des Rentenniveaus gerungen.

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