Pro-palästinensische Demo in Berlin: Greta Thunberg unter Demonstranten
Am Montag fanden in mehreren Deutschen pro-palästinensische und pro-israelische Demonstrationen statt. In Berlin kam es auf einer Demonstration zu Ausschreitungen, an der sich auch die Klimaaktivistin Greta Thunberg beteiligte.

Zum ersten Jahrestag des Hamas-Angriffs auf Israel am 7. Oktober 2023 fanden in mehreren deutschen Städten sowohl pro-palästinensische als auch pro-israelische Demonstrationen statt. Bei einer pro-palästinensischen Demo in Berlin-Kreuzberg war auch die Klimaaktivistin Greta Thunberg dabei. Die Demonstration stand unter dem Motto "Glory to the resistance“, womit der "Widerstand" der Terrororganisation Hamas gegen Israel gemeint ist. Auf der zugehörigen Kundgebung wurden laut Polizei israel- und polizeifeindliche Parolen gerufen. Einsatzkräfte seien mit Flaschen beworfen und von Demonstranten bedrängt worden, hieß es vonseiten der Polizei.
Pro-palästinensische Demo in Berlin: Klimaaktivistin Greta Thunberg unter den Demonstranten
Weder die Hamas noch die israelischen Opfer wurden erwähnt, Demonstranten riefen "Free Palestine", "Free Libanon" sowie die Parole "From the river to the sea, Palestine will be free". Dieser Satz ist in Deutschland verboten, wenn er als Kennzeichen der Hamas verwendet wird. Er bezieht sich auf das Gebiet zwischen dem Fluss Jordan und dem Mittelmeer. Die Hamas verdeutlicht mit diesem Satz ihr Ziel, dass der Staat Israel ausgelöscht werden soll.
Der "Tagesspiegel" berichtete, Greta Thunberg habe nicht mit der Presse sprechen wollen. Seit dem Terrorangriff vor einem Jahr hat sich Thunberg mehrmals mit den Palästinensern solidarisiert und wirft Israel "Völkermord" vor. Im Oktober 2023 veröffentlichte die Instagram-Seite von Fridays for Future International einen antisemitischen Beitrag.
In dem Post hieß es, westliche Medien würden mit der Berichterstattung über den Konflikt "Gehirnwäsche" betreiben. Es wird behauptet, Medien würden verschweigen, dass Israel durch "Kolonisation" das "indigene palästinensische Land gestohlen" habe. Fridays for Future in Deutschland distanzierte sich davon.
Greta Thunberg positioniert sich erneut israelfeindlich auf Demo in Berlin
„Deutschland ist mitschuldig in diesem Genozid“, erklärte Greta Thunberg in einem Video, das sie auf der Demonstration in Berlin-Kreuzberg zeigt. „Ich kann nicht einmal die Worte finden, um zu beschreiben, wie wütend es mich macht zu sehen, wie Deutschland und die deutsche Polizei mit friedlichen Demonstranten umgehen, die sich gegen Genozid richten. Ich habe keine Worte“, sagt Thunberg weiter. Diese Darstellung entspricht nicht der der Polizei. Sie beschreibt die Demonstration als teils gewalttätig, die Stimmung sei sehr aufgeheizt gewesen. Aufgrund von Ausschreitungen kam es zu mehreren Festnahmen.
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