"Letzte Generation" legt Flughäfen lahm: Es reicht mit den sinnlosen Protestaktionen

  
Erfolgreich kopiert!

Die "Letzte Generation" ist am Donnerstagmorgen in mehrere Flughäfen eingedrungen, unter anderem in Stuttgart. Die Aktionen der Klimaaktivisten sind gefährlich und völlig sinnlos, meint unser Autor.


Externer Inhalt

Dieser externe Inhalt wird von einem Drittanbieter bereit gestellt. Aufgrund einer möglichen Datenübermittlung wird dieser Inhalt nicht dargestellt. Mehr Informationen finden Sie hierzu in der Datenschutzerklärung.

Einmal mehr haben Klimaaktivisten zahlreiche deutsche Flughäfen lahmgelegt. In Stuttgart, Köln-Bonn, Berlin-Brandenburg und Nürnberg drangen sie auf die Flughäfen ein und sorgten für Verzögerungen oder gar die zeitweise Einstellung des Flugverkehrs. In Berlin besprühten Klimaaktivisten zudem die Parteizentrale der SPD mit Farbe. Was soll das?

In Flughafen Stuttgart eingedrungen: Klimaaktivisten schaden sich mit solchen Aktionen Anliegen nur

Bei allem Verständnis für das Hauptziel der Aktivisten, dem raschen Ausstieg aus den fossilen Energien, sind solche Aktionen schlichtweg kontraproduktiv. Eingriffe in den Luftverkehr sind extrem gefährlich, weshalb das Strafrecht hier Freiheitsstrafen von mindestens sechs Monaten vorsieht.

Angesichts der zahlreichen Aktionen auf Flughäfen in den vergangenen Monaten ist es wohl pures Glück, dass dabei noch nichts Schlimmeres passiert ist. Doch das Risiko, das die Aktivisten bewusst eingehen, ist durch nichts zu rechtfertigen. Deshalb sollte die Justiz solche Aktionen mit aller Härte bestrafen, die das Gesetz hergibt.

Feuerwehr- und Polizeiautos stehen auf dem Vorfeld am Stuttgarter Flughafen. Dahinter geht der Flugbetrieb weiter. Aktivisten der Klima-Initiative Letzte Generation hatten sich am Donnerstag als Protestaktion auf einer Zufahrt zu einer Start- und Landebahn festgeklebt.
Feuerwehr- und Polizeiautos stehen auf dem Vorfeld am Stuttgarter Flughafen. Dahinter geht der Flugbetrieb weiter. Aktivisten der Klima-Initiative Letzte Generation hatten sich am Donnerstag als Protestaktion auf einer Zufahrt zu einer Start- und Landebahn festgeklebt.  Foto: Marius Bulling

Mit Nötigung gewinnen die Klimaaktivisten keine Sympathien

Extrem ärgerlich sind diese Aktionen natürlich für alle Reisenden, die lange Verzögerungen oder gar die Absage ihrer Flüge hinnehmen müssen. Und das mitten in Urlaubszeit. Glauben die Klimaaktivisten ernsthaft, dass sie damit Verständnis für ihre Ziele hervorrufen? Das Gegenteil ist der Fall, das haben bereits die Klebeaktionen auf deutschen Straßen gezeigt.  Mit Nötigung gewinnt man keine Sympathien.

Und Sprühaktionen wie an der SPD-Parteizentrale sind kein Ausdruck von Protest, sondern schlichter Vandalismus. Der Ausstieg aus den fossilen Energien rückt auch mit derlei sinnlosen Aktionen keinen Schritt näher. Die Aktivisten sollten sich besser politisch engagieren, um ihre Vorhaben zu verwirklichen. Das ist mühsam und zeitaufwendig, aber allemal erfolgversprechender als diese schlagzeilenheischenden Aktionen.

Kommentare öffnen
Nach oben  Nach oben