Trump erklärt: „Denke, der Krieg ist so gut wie beendet“ – die aktuelle Lage im Iran
US-Präsident Donald Trump stellt ein baldiges Ende des Iran-Kriegs in Aussicht. Derweil fliegt Israel schwere Angriffe auf den Iran. Die Türkei fängt eine weitere Rakete aus dem Iran ab. Die aktuelle Lage.
Inmitten heftiger israelischer Angriffe auf den Iran hat US-Präsident Donald Trump überraschend ein baldiges Ende des Krieges ins Spiel gebracht. „Ich denke, der Krieg ist so gut wie beendet. Sie haben keine Marine, keine Kommunikationssysteme, sie haben keine Luftwaffe“, zitierte ihn der US-Sender CBS News nach einem Telefoninterview. Der Krieg verlaufe „weit vor dem Zeitplan.“ Das Hauptrisiko sei vorbei. Der US-Präsident legte sich aber nicht auf einen konkreten Zeitpunkt fest.
Seit Ende Februar greifen Israel und die USA immer wieder den Iran an. Nach dem Beginn der US-Offensive hatte Trump zuletzt noch gesagt, dass er von einer Kriegsdauer von vier bis fünf Wochen ausgehe. Ende vergangener Woche nannte Regierungssprecherin Karoline Leavitt dann einen Zeitraum von vier bis sechs Wochen.
Die aktuelle Lage im Iran zusammengefasst:
Trump stellt baldiges Kriegsende in Aussicht: „Denke, der Krieg ist so gut wie beendet“
- Iran-Revolutionsgarden stellt klar: „Wir sind diejenigen, die über das Ende des Krieges entscheiden“
- Israels Luftwaffe fliegt schwere Angriffe auf den Iran
Türkei fängt am Montag weitere Rakete aus dem Iran ab – Erdogan warnt
- Deutschland zieht auch Personal der Botschaft im Irak ab
- Trump warnt Iran vor Schließung der Straße von Hormus
- Massenkundgebungen für neuen Führer Chamenei im Iran
Iran-Revolutionsgarden stellt klar: „Wir sind diejenigen, die über das Ende des Krieges entscheiden“
Die iranischen Revolutionsgarden reagierten scharf auf Trumps Äußerungen. „Wir sind diejenigen, die über das Ende des Krieges entscheiden“, hieß es in einer von der Nachrichtenagentur Tasnim verbreiteten Mitteilung. „Die Bedingungen auf dem Schlachtfeld und das Ende des Krieges liegen in den Händen der Islamischen Republik.“
Israels Luftwaffe fliegt schwere Angriffe auf den Iran
Das israelische Militär teilte unterdessen mit, in zwei großen Angriffswellen militärische Ziele im Iran ins Visier genommen zu haben. In der Hauptstadt Teheran sei eine Kommandozentrale der Al-Kuds-Brigaden der iranischen Revolutionsgarden und in Isfahan eine Stätte zur Herstellung und Lagerung von Waffen getroffen worden, hieß es in einer Armeemitteilung.
Israel und die USA begründen den Krieg mit der Bedrohung durch Irans Raketen- und Atomprogramm. Irans Streitkräfte haben als Reaktion auf die Luftangriffe Ziele in mehreren Ländern der Region attackiert.
Türkei fängt am Montag weitere Rakete aus dem Iran ab – Erdogan warnt
Nach dem Abfangen einer weiteren Rakete aus dem Iran warnt der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan Teheran. Die Nato hatte am Montag (9. März) erneut eine aus dem Iran auf das Bündnis-Mitglied Türkei abgefeuerte Rakete abgefangen. Einige Trümmer seien auf freies Gelände in Gaziantep im Süden nahe der Grenze zu Syrien gefallen, teilte das türkische Verteidigungsministerium mit. Bereits vor wenigen Tagen schoss die Türkei eine Iran-Rakete ab.
Trotz Warnungen würden „weiter äußerst falsche und provokative Schritte“ unternommen, die die Freundschaft belasteten, sagte Erdogan laut staatlicher Nachrichtenagentur Anadolu nach einer Kabinettssitzung. Seit Beginn des Konflikts seien alle türkischen Einheiten in Alarmbereitschaft.
Deutschland zieht auch Personal der Botschaft im Irak ab
Die Bundesregierung hat wegen des Iran-Kriegs auch das Personal der deutschen Botschaft in der irakischen Hauptstadt Bagdad abgezogen und vorübergehend außer Landes gebracht. Außenminister Johann Wadephul (CDU) sagte in der zyprischen Hauptstadt Nikosia nach einem Telefonat mit seinem US-Kollegen Marco Rubio, er habe diesem auch für die US-Unterstützung bei der Ausreise des deutschen Botschaftspersonals aus Bagdad gedankt.
Am Samstag hatte das Auswärtige Amt bereits das Personal der deutschen Botschaft in der iranischen Hauptstadt Teheran nach erneut schweren Angriffen der USA und Israels vorübergehend im Ausland in Sicherheit gebracht. Die Nahost-Eskalation zieht immer weitere Kreise.
Trump warnt Iran vor Schließung der Straße von Hormus
Trump warnte den Iran davor, die weltweite Ölversorgung zu stören. Die für die Schifffahrt und die Energieversorgung wichtige Straße von Hormus zwischen dem Iran und der Arabischen Halbinsel müsse offen bleiben, sagte der US-Präsident. Er denke darüber nach, sie zu“«übernehmen“. Was er damit meinte, blieb offen. Zuvor hatte er bereits angekündigt, die US-Marine könne durchfahrende Schiffe zur Not eskortieren.
Seit Beginn der amerikanisch-israelischen Attacken auf den Iran und Teherans Gegenangriffen passieren kaum noch Schiffe die Meerenge zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman. In Friedenszeiten läuft täglich rund ein Fünftel des weltweiten Ölhandels durch die Straße von Hormus. Der Iran weist Berichte über eine vollständige Sperrung der Straße von Hormus zurück.
Derweil steigen die Spritpreise in Deutschland zum Wochenstart weiter. Bei den explodierenden Benzinpreisen fragen sich einige: Lohnt sich jetzt der Umstieg aufs E-Auto?
Massenkundgebungen für neuen Führer Chamenei im Iran
Im Iran haben laut staatlichen Medienberichten Hunderttausende Menschen an organisierten Solidaritätskundgebungen für den neuen Revolutionsführer Modschtaba Chamenei teilgenommen. In Teheran bekundeten Menschen demnach trotz der Gefahr von Raketenangriffe der USA und Israels dem obersten Führer ihre Treue.
Aufnahmen des staatlichen Fernsehens zeigten Autokorsos sowie Menschen mit iranischen Fahnen. Laut Staatsmedien erklärten die Demonstrierenden, gemeinsam mit dem neuen Führer den Konflikt bis zum „endgültigen Sieg“ fortsetzen zu wollen.
Kommentare öffnen
Stimme.de
Kommentare
Oskar Munk am 10.03.2026 07:46 Uhr
Jetzt macht der Staat und die Ölmultis richtig Kasse.
Mit welcher Begründung wird der Sprit teurer.