Donald Trump will „unverzügliche Verhandlungen“ zur Übernahme von Grönland
In Davos geht es beim Weltwirtschaftsforum auch um den Grönland-Konflikt. Donald Trump fordert Verhandlungen zu einer Übernahme durch die USA.
Im Grönland-Konflikt der USA mit Europa strebt US-Präsident Donald Trump „unverzüglich Verhandlungen“ über die Übernahme der Insel durch die Vereinigten Staaten an. Das sagte er in seiner Rede beim Weltwirtschaftsforum in Davos.
Trump bekräftigt seine Ansprüche auf das zum Königreich Dänemark gehörende Grönland. Nur die USA könnten „dieses riesige Stück Land“ verteidigen. „Wir brauchen es für die strategische nationale Sicherheit und die internationale Sicherheit.“ Er strebe darüber „unverzügliche Verhandlungen“ mit Europa an.
Trump hat Besitzansprüche auf Grönland – „keine Bedrohung für die Nato“
Tatsache sei, dass keine Nation oder Gruppe von Nationen in der Lage sei, Grönland zu sichern. Eine Übernahme durch die USA sei „gut für Europa“, sagte Trump. Das sei auch „keine Bedrohung für die Nato“, meinte der US-Präsident. Er kritisierte das Bündnis dafür, so viel zu nehmen und so wenig zu geben. Für die Verteidigung der Insel müsse Grönland in den Besitz der USA übergehen – mit weniger könne sie nicht verteidigt werden.
Mit wem verhandelt werde, sagte Trump nicht – Dänemark und weitere europäische Staaten hatten stets bekräftigt, dass die Insel nicht zum Verkauf steht.
Grönland-Konflikt mit USA: Trump macht Druck mit Strafzöllen
Trump hatte den seit Wochen andauernden Grönland-Konflikt am Samstag mit der Ankündigung von Strafzöllen für die Unterstützer Dänemarks und Grönlands eskaliert. Ab dem 1. Februar sollen auch für Deutschland erhöhte Sätze auf alle Waren gelten – so lange, bis der Verkauf der Arktisinsel an die USA abgeschlossen ist. Trump scheint damit zu rechnen, so den europäischen Widerstand brechen zu können. Der gesamte Konflikt schürt Zweifel an der Zukunftsfähigkeit der von den USA angeführten Nato.
Engelbergtunnel auf A81
Rund 120.000 Fahrzeuge am Tag passieren den Engelbergtunnel an der A81 zwischen Heilbronn und dem Dreieck Leonberg. Eröffnet wurden die beiden Röhren 1998 und 1999. Wie das Landesverkehrsministerium bestätigte, betrugen die Baukosten rund 650 Millionen Euro, viel mehr als ursprünglich geplant. Allein 183 Millionen Euro waren Finanzierungskosten für ein umstrittenes Modell: Ein privates Konsortium hatte das Geld für den Bau vorgestreckt, der Bund stotterte die Raten bis 2014 ab. Dass der Tunnel durch Schichten mit Anhydrit führt, war bekannt. Deshalb wurden schon beim Bau die Wände verstärkt, sie sind bis zu drei Meter dick. Trotzdem sind immer wieder aufwendige Sanierungsarbeiten nötig, weil quellender Anhydrit auf die Tunnelwände drückt.
Trump begründet seinen Anspruch auf Grönland mit Sicherheitsfragen wegen einer mutmaßlichen Bedrohung durch China und Russland in der Region. Deutschland und weitere Nationen hatten vor der Androhung der Strafzölle auch als Zeichen der Solidarität mit Dänemark und Grönland Soldatinnen und Soldaten zu einer Erkundungsmission auf die Arktisinsel entsandt. Die Bundeswehrgruppe ist inzwischen wieder zurückgekehrt.
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