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Landtagswahl Baden-Württemberg
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Wahlkreis Neckarsulm: Eine Direktkandidatin ist wohl sicher im Landtag

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Erstmals gibt es bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg eine Landesliste. Wir haben nach den Chancen der Kandidaten aus der Region Heilbronn geschaut.

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Landtagswahl in Baden-Württemberg: Stimmzettel des Wahlkreises Eppingen.
Landtagswahl in Baden-Württemberg: Stimmzettel des Wahlkreises Eppingen.  Foto: privat

Der Wahlkampf ist in Fahrt, die Spannung vor der Landtagswahl sehr hoch. Es gibt ein neues Wahlrecht, das eine Erststimme für den Wahlkreis und eine Zweitstimme für die Partei-Liste vorsieht. Wer die Region in Stuttgart vertritt, hängt nicht mehr nur allein vom Abschneiden der Direktkandidaten ab. Denn viele sind auch auf Landeslisten vertreten und können so den Sprung in Parlament schaffen – falls die Partei entsprechend gut abschneidet. Wir haben uns dazu die Listen angeschaut und jüngste Hochrechnungen genommen – dabei aber mögliche Überhang- und Ausgleichsmandate weggelassen.

Ausschlaggebend bei den Berechnungen ist die Zahl von mindestens 120 Parlamentariern. Die Unbekannte ist die FDP, die zuletzt bei fünf Prozent lag. Wir haben deshalb zwei Mal gerechnet, einmal mit FDP und einmal ohne. Die übrigen Parteien entsprechend der zuletzt veröffentlichten Umfrage: CDU mit 29 Prozent, Grüne bei 23 Prozent, AfD bei 20 Prozent, SPD bei acht und Linke bei sieben.

Ohne die FDP sieht es wie folgt aus: Die CDU hat 40 Sitze, die Grünen 32, die AfD 28, die SPD elf und die Linke zehn (durch Rundung kommt der Landtag auf 121 Sitze). Mit FDP ändert sich die Zusammensetzung wie folgt: Die CDU käme auf 38 Sitze, die Grünen auf 30, die SPD auf zehn, die AfD auf 26, die FDP auf sieben und die Linke auf neun. 

Das sind die Bewerber

Im Wahlkreis Neckarsulm zieht Isabell Huber sicher in den Landtag ein: Sie holt entweder das Direktmandat oder kommt über die CDU-Liste mit Platz zwölf ins Parlament. Direktkandidatin der Grünen ist Sibylle Riegger-Gnamm: Sie hat wohl nur die Chance, über ein Direktmandat ins Parlament zu kommen. Mit Platz 67 müssten die Grünen nochmal wachsen – oder aber der Landtag über Überhang- und Ausgleichsmandate deutlich größer werden.

Beim SPD-Abgeordneten Klaus Ranger ist es ähnlich: Er hat Listenplatz 23. Eng wird es ebenfalls für die AfD-Abgeordnete Carola Wolle: Scheitert sie im Rennen um das Direktmandat, ist sie mit Platz 28 keinesfalls abgesichert. Sehr geringe Chancen dürfte Alexander Hampo (FDP) haben: Selbst wenn seine Partei die Fünf-Prozent-Hürde schafft, hat der Direktkandidat nur Platz 49. Ähnlich ist es bei Florian Vollert: Der Linken-Abgeordnete ist nicht auf der Liste.

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