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Markus Frohnmaier (AfD) beim Wahlcheck: „Sind Anwalt aller, die um fünf Uhr früh aufstehen“

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Vor sehr wenigen Zuschauern vor Ort in der Heilbronner Harmonie nimmt der AfD-Spitzenkandidat Markus Frohnmaier unter anderem Stellung zum Vorwurf der Vetternwirtschaft innerhalb der Partei. 

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Die erste Überraschung beim Stimme-Wahlcheck am Mittwochabend mit AfD-Spitzenkandidat Markus Frohnmaier gab es bereits vor Beginn der Veranstaltung. Obwohl 382 verifizierte Anmeldungen vorlagen, waren keine 40 Besucher in die Heilbronner Harmonie gekommen. Rund 600 User verfolgten allerdings in der Spitze gleichzeitig den Livestream auf stimme.de, ein Rekordwert. 

Markus Frohnmaier (AfD) bei Wahlcheck: Kritik am Anti-Amerikanismus anderer Parteien 

Dennoch wurde der Wahlcheck von Moderator Uwe Ralf Heer in bewährter Manier durchgezogen. Eingangs sprach der Stimme-Chefredakteur die am Mittwoch bekannt gewordene, geplante Reise Frohnmaiers vom 3. bis 5. März in die USA an, um an einer Veranstaltung mit dem Titel „The Alliance of Sovereign Nations“ (Die Allianz unabhängiger Nationen) teilzunehmen.

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„Wir pflegen gute Kontakte in alle relevanten Länder, während die anderen Parteien einen Anti-Amerikanismus betreiben, der an die Linkspartei erinnert“, erwiderte Frohnmaier und betonte, dass angesichts der desaströsen wirtschaftlichen Situation in Deutschland die enge Zusammenarbeit mit den USA von größter Bedeutung sei. „Hierzulande wird alle 25 Minuten ein Industriearbeitsplatz vernichtet, jeden Tag geben acht Unternehmen auf“, sagte Frohnmaier. 

Frohnmaier sieht Nachholbedarf für seine Partei bei den Rentnern

Dass er zwar als Spitzenkandidat antritt, aber nicht für den Landtag kandidiert, erklärte der 34-Jährige mit der „strikten Trennung zwischen Parlament und Regierung“, die er sich von den anderen Parteien ebenfalls wünschen würde. Die AfD bezeichnete Frohnmaier als den „Anwalt all jener, die um fünf Uhr früh aufstehen und schaffen gehen“. Nachholbedarf sah er allerdings bei den Rentnern, die weiterhin in großer Zahl die CDU wählen. „Bei den 28- bis 45-Jährigen sind wir bereits die stärkste Partei.“


In der Debatte um die Beschäftigung von Verwandten von AfD-Politikern in Büros von anderen AfD-Landtags- und Bundestagsabgeordneten riet Frohnmaier dazu, die „einzelnen Fälle mal unaufgeregt zu betrachten“. Vielfach seien die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bereits seit Jahren beschäftigt und hätten bewiesen, dass sie die ihnen zugewiesenen Aufgaben bestens erledigten. Zudem verwies er darauf, dass bei der AfD viele Stellen unbesetzt seien.   

AfD-Spitzenkandidat spricht für die Wiedereinführung der Atomkraft aus 

Frohnmaier sprach sich in der Wirtschaftspolitik gegen die Streichung von Feiertagen oder ein späteres Renteneintrittsalter aus. „Das brauchen wir alles gar nicht. Das Problem sind die schlechten politischen Rahmenbedingungen“, sagte Frohnmaier, der sich erneut für die Wiedereinführung der Atomkraft aussprach, um die Energiekosten zu senken. 

Auch zum Kampfbegriff „Remigration“ äußerte sich der AfD-Spitzenkandidat. „Damit ist in unserem Sinne erst einmal nur gemeint, dass das geltende Recht angewendet werden soll. Wir trennen zwischen legaler und illegaler Migration.“ Illegal sei, wer keinen Grund besitze, sich in Baden-Württemberg aufzuhalten. Dass Menschen mit Migrationshintergrund generell Angst vor Abschiebungen haben müssten, verneinte Frohnmaier. Er nehme vielmehr wahr, dass immer mehr Menschen mit Migrationshintergrund die AfD wählen würden. „Gerade die, die sich hier in den vergangenen Jahrzehnten etwas aufgebaut haben.“    

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