Manuel Hagel gegen Social-Media-Verbot – „brauchen europäische Alternative“
Beim Stimme-Wahlcheck spricht sich der Spitzenkandidat der baden-württembergischen CDU gegen Altersgrenzen für die Nutzung von Social-Media-Plattformen aus. In Klassenzimmern sollten Smart Phones jedoch verboten werden, findet Manuel Hagel.
Manuel Hagel, Spitzenkandidat der baden-württembergischen CDU, hat sich gegen Altersgrenzen für die Nutzung von Social-Media-Plattformen in Deutschland ausgesprochen. Ein Verbot löse das Problem nicht, sagte Hagel am Montagabend beim Wahlcheck der Heilbronner Stimme in der Kreissparkasse Heilbronn. „Nichts ist spannender als ein Verbot“, sagte der 37-Jährige.
Wahlcheck in Heilbronn: Hagel fordert europäische Alternative zu Instagram und Tiktok
Im Gespräch mit Stimme-Chefredakteur Uwe Ralf Heer räumte Hagel jedoch große Probleme in diesem Bereich ein. „Wir haben da richtig was zu tun“, sagte der CDU-Politiker. „Wir sind in den Fängen von vier großen Tech-Konzernen“, sagte Hagel mit Blick auf die großen Anbieter von Social Media.
Daher brauche es zunächst eine europäische Alternative zu Instagram, Tiktok und Co – nicht zuletzt, um die Datenabhängigkeit von amerikanischen oder chinesischen Konzernen zu verringern. Aktuell sind laut Hagel 70 Prozent unser Daten in den USA und in China gespeichert.
Hagel will Smart Phones aus Klassenzimmern verbannen
Hagel befürwortet ausdrücklich ein Verbot von Smart Phones in Klassenzimmern. „Wir brauchen wieder mehr Hölderlin und Schiller und weniger Tiktok und Instagram.“
Zugleich müsse mehr Wert auf die frühkindliche Bildung und die Medienkompetenz der Kinder und Jugendlichen gelegt werden, um den richtigen Umgang mit Social Media zu vermitteln.
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