„Mädchen wählen eher politische Mitte“: Einschätzung eines 17 Jahre alten Öhringers
Bei der Landtagswahl haben erstmals auch 16- und 17-Jährige mitentscheiden dürfen. Wie schätzt ein Jugendlicher das Ergebnis ein?
Grüne knapp vor der CDU, beide Parteien mit gleicher Sitz-Anzahl im Landtag: Das Thema treibt auch Jugendliche auf den Schulhöfen um. Vor allem auch deshalb, weil 16- und 17-Jährige erstmals bei der Landtagswahl wählen durften. Tarik Pajic besucht das Hohenlohe-Gymnasium in Öhringen. „Das Wahlergebnis wurde stark diskutiert“, erzählt der 17-Jährige vom Tag eins nach der Wahl. Gerade auch deshalb, weil die beiden großen Parteien gleichauf sind.
Für die Erstwähler bot die Wahl gleich zwei Überraschungen: Grüne und CDU bekommen gleich viel Mandate, erzählt Tarik Pajic von den Gesprächen auf dem Schulhof. Weiteres Thema, berichtet der Gymnasiast: Die FDP flog aus dem Landtag, und die Linken sind nicht hineingekommen.
Einschätzung aus Hohenlohe: 18- und 19-Jährige würden eher die Ränder wählen
Tarik Pajic kann nur schwer einschätzen, für wen seine Bekannten gestimmt hatten. „Die Jungs sind eher konservativ“, sagt er – wobei manche auch nach links tendieren würden. Vor allem die 18- und 19-Jährigen würden eher die politischen Ränder wählen, sagt er. „Die Mädchen wählen eher politische Mitte.“

Die Jugendlichen am Gymnasium haben sich intensiv mit der Wahl beschäftigt. Viele schauten sogar im Wahlomat, welche Partei denn überhaupt infrage kommen würde. Oft aber, sagt Tarik Pajic, seien hier Parteien empfohlen worden, für die die Gymnasiasten dann aber wohl eher nicht gestimmt hätten.
An vielen Schulen in der Region fanden vor der Landtagswahl eine sogenannte Juniorwahl statt. Von einer Schule, die namentlich nicht genannt werden möchte, liegen unserer Redaktion die Ergebnisse vor. Hier wählten die Jugendlichen die CDU sowohl bei den Erst- als auch den Zweitstimmen ganz nach vorn, auf Platz zwei landeten die Grünen. SPD lag vor der AfD, die Liberalen knapp vor der Linken.
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