Landtagswahl im Hohenlohekreis: CDU dominiert, AfD punktet lokal stark
Ein Blick auf die Zweitstimmen-Ergebnisse zeigt: Hohenlohe ist fest in schwarzer Hand. Es gibt aber traditionell auch andere Hochburgen. Wie die der AfD in Künzelsau-Taläcker oder Öhringen mit der Büttelbronner Höhe. Ein detaillierter Blick.
Tim Breitkreuz hat nicht nur den Wahlkreis Hohenlohe für die CDU zurückgeholt. Auch viele Zweitstimmen gingen an die Christdemokraten, in einigen Kommunen wie im konservativen Jagsttal sogar mit Werten über 40 Prozent wie in Mulfingen (42,3), Schöntal (42,9), Krautheim (41,2) oder knapp darunter wie in Dörzbach mit 37,6 Prozent der Stimmen. Die wenigsten Fans hat die CDU in Niedernhall (26,4 Prozent), Öhringen (27,3 Prozent) und Bretzfeld (28,3 Prozent). Dicht dran sind dort die Grünen (26,1 Prozent) und AfD (25,1 Prozent).
Bretzfeld wartet mit einer Überraschung auf: Dort hätte es die FDP mit 5,6 Prozent der Stimmen ins Parlament geschafft. Das ist ihnen tatsächlich auch nur in Bretzfeld und - mit ihrem im Kreis besten Ergebnis - Kupferzell (6,3 Prozent) gelungen. Selbst in Schöntal, Homebase des früheren Bundestagsabgeordneten Valentin Abel, kamen sie nur auf 4,3 Prozent.
AfD in Künzelsauer Stadtteil Taläcker mit 64,3 Prozent
Macht sich bei den Zweitstimmen bemerkbar, ob man den Kandidaten kennt? Ein Blick auf die Große Kreisstadt Öhringen: Vier Kandidaten kommen von dort: Finn Pfaller (FDP), Jonas Aberle (SPD), Mario Dietel (Grüne) und Anton Baron (AfD). Die FDP holte hier 4,2 Prozent der Stimmen, die SPD 5,7 Prozent. Nur in den traditionellen SPD-Hochburgen Weißbach (7 Prozent) und Niedernhall (6,3 Prozent) sind die Roten stärker. CDU (27,3), Grüne (26,8) und AfD (25,5) liegen eng beisammen.
Das beste Ergebnis holt die AfD im Kreis ausgerechnet in der Geschwister-Scholl-Stadt Forchtenberg (27,2 Prozent der Stimmen. Dicht gefolgt von Künzelsau (26,6). Dort muss ein Blick in die Wahllokale sein: Auf den Taläckern wählen 64,3 Prozent der Menschen blau. Im vergleichbaren Öhringer Stadtteil, der Büttelbronner Höhe, sind es 59,9 Prozent.

Grüne weiter stark in Waldenburg
Traditionell stark sind seit dem Protest gegen die Sondermüllverbrennungsanlage Westernach die Grünen in Waldenburg. Dort holt die Umwelt-Partei mit 29,2 Prozent der Stimmen wieder ihr bestes Ergebnis im Kreis. Die CDU liegt dicht dahinter mit 30,8 Prozent. Die AfD kommt auf 24,7 Prozent.
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