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Vor der Landtagswahl im März: Das ist die Ausgangslage im Wahlkreis Eppingen

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Mit vier Abgeordneten ist der Wahlkreis Eppingen in Stuttgart sehr gut vertreten. Das dürfte sich ändern, das hat mehrere Gründe.

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Das Statistische Landesamt erwartet gut 7,7 Millionen Wahlberechtigte für Baden-Württemberg, darunter rund 650.000 Erstwahlberechtigte. Der Wahlkreis Eppingen gehört mit zu den Wahlkreisen, die im baden-württembergischen Landtag sehr gut vertreten sind. Vier Abgeordnete sind aktuell in Stuttgart, das dürfte sich allerdings ändern.

Bei der vergangenen Wahl sicherte sich Erwin Köhler das Direktmandat für die Grünen, Michael Preusch (CDU), Georg Heitlinger (FDP) und Rainer Podeswa (AfD) kamen über sehr gute Wahlkreisergebnisse rein. Rainer Podeswa schied aus, Dennis Klecker folgte ihm nach. Alle Abgeordneten wollen den Wahlkreis wieder im Parlament vertreten. 

Wahlkreis Eppingen: Diese Abgeordneten wollen in den Landtag

Dieses Mal bringt die Landtagswahl allerdings viele Unwägbarkeiten, was eine Vorhersage sehr schwierig macht. Grund eins: Das Wahlrecht ist anders.

Nun gibt es auch im Land eine Erststimme für den Direktkandidaten und eine Zweitstimme für die Liste der Partei. Völlig unklar ist, wie viele Wähler hier splitten und unterschiedliche Parteien wählen werden. Fest steht: Der Landtag hat mindestens 120 Mitglieder. Es bleibt bei 70 Wahlkreisen. Den Einzug schafft, wer hier die meisten Stimmen erzielt. Mit der Zweitstimme werden die Landeslisten einer Partei gewählt.

Wie viele Parteien schaffen den Sprung über die Fünf-Prozent-Hürde?

Grund zwei: Ebenfalls offen ist, ob die FDP und die Linke überhaupt über die Fünf-Prozent-Hürde kommen und den Sprung in den Landtag schaffen. Von der Anzahl der Parteien im Gremium hängt letztlich ab, wie viele Vertreter sie tatsächlich nach Stuttgart schicken dürfen.

Landtagswahl in Corona-Zeiten: Im Bürgerhaus Bad Rappenau haben Wähler vor fünf Jahre ihre Kreuze gesetzt.
Landtagswahl in Corona-Zeiten: Im Bürgerhaus Bad Rappenau haben Wähler vor fünf Jahre ihre Kreuze gesetzt.  Foto: Hofmann\, Elfi

Bei der letzten Wahl schnappten sich die Grünen das Direktmandat, Erwin Köhler kam auf 26,3 Prozent, Michael Preusch auf 24,5 Prozent. Das könnte dieses Mal wieder anders sein. Die Chancen gelten als gut, dass Michael Preusch wieder für die CDU das Direktmandat holt.

Wer bangen muss, wer sich im Landtag ist

Der Abgeordnete Erwin Köhler mit Listenplatz 26 bei den Grünen ist nur bei einem entsprechend guten Abschneiden seiner Partei erneut mit im Boot.

Der AfD-Parlamentarier Dennis Klecker dürfte aufgrund zuletzt veröffentlichter Umfragen ebenfalls wieder im Landtag vertreten sein, selbst wenn er sich nicht als Direktkandidat gegen Michael Preusch durchsetzt: Mit Listenplatz fünf ist sein Einzug so gut wie sicher. 

Anders sieht es bei der SPD aus. Mit Listenplatz 60 für Bettina Fischer gilt es als nahezu ausgeschlossen, dass sie für die Genossen in den Landtag kommt.

Spannend wird es für die FDP und den Abgeordneten. Die Partei setzte Georg Heitlinger auf Listenplatz 14. In den Landtag schafft er es nur bei einem entsprechend guten Abschneiden der Liberalen.

Und es hängt eben davon ab, ob die Linken in den Landtag einziehen. Emma Weber steht lediglich als Direktkandidaten zur Verfügung.

Wahlkreis Eppingen: Welche Kommunen dazugehören

Zum Wahlkreis Eppingen gehören die Abstatt, Bad Rappenau, Beilstein, Brackenheim, Cleebronn, Eppingen, Gemmingen, Güglingen, Ilsfeld, Ittlingen, Kirchardt, Lauffen am Neckar, Massenbachhausen, Neckarwestheim, Pfaffenhofen, Schwaigern, Siegelsbach, Untergruppenbach und Zaberfeld. Bei der Wahl vor fünf Jahren waren hier 106.000 Einwohner aufgefordert, ihre Stimme abzugeben.

Dieses Mal dürften es mehr werden, weil auch Jugendliche ab 16 Jahre wählen dürfen. Laut Landratsamt Heilbronn liege die konkrete Zahl der aktuell Wahlberechtigten nicht vor, „diese wissen wir immer erst nach einer Wahl“. Man gehe aber davon aus, dass die Zahlen nach Erstellung der Wählerverzeichnisse in den Gemeinden bis Mitte Februar bekannt sind.

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