Die Stimme hakt vor der Landtagswahl im März bei Direktkandidaten der großen Parteien im Wahlkreis Heilbronn nach. Beginn ist am Donnerstag, 26. Februar, um 19 Uhr in der Harmonie.
Vor der Landtagswahl im März: Das ist die Ausgangslage im Wahlkreis Heilbronn
Zum Wahlkreis 18 Heilbronn gehören die Stadt Heilbronn sowie Flein, Leingarten, Nordheim und Talheim. Es gibt einige Unwägbarkeiten.
Baden-Württemberg wählt Anfang März einen neuen Landtag. Selten gab es so viele Unsicherheiten, was die Prognosen erschwert. Der Wahlkreis Heilbronn dürfte mit mindestens zwei Abgeordneten vertreten sein.
Es gibt ein neues Wahlrecht, die Baden-Württemberger haben nun erstmals auch für die Zusammensetzung des Landtags eine Erst- und Zweitstimme wie bei den Wahlen zum Bundestag. Wie viele Wähler entscheiden sich dafür, ihre Stimmen zu splitten, also hier unterschiedlichen Parteien den Vorzug zu geben?
Fest steht auch: Der Landtag hat mindestens 120 Mitglieder. Es bleibt bei 70 Wahlkreisen. Den Einzug schafft, wer hier die meisten Stimmen erzielt. Mit der Zweitstimme werden die Landeslisten einer Partei gewählt.
Diese Abgeordneten vertreten den Wahlkreis Heilbronn in Stuttgart
Das ist nicht die einzige Unsicherheit. Wie viele Parteien ziehen ein, kommen die Liberalen und die Linke über die Fünf-Prozent-Hürde?
Aktuell vertreten Gudula Achterberg (Grüne) und Nico Weinmann (FDP) den Wahlkreis, zu dem die Stadt sowie im Landkreis Heilbronn die Gemeinden Flein, Leingarten, Nordheim und Talheim gehören.
Vor fünf Jahren holte Susanne Bay von den Grünen erneut das Direktmandat im Wahlkreis Heilbronn und verwies den langjährigen Platzhirsch CDU auf Rang zwei. Thomas Strobl von der CDU schaffte es über sein Ergebnis nicht ins Parlament, wurde aber Innenminister. Nachdem Susanne Bay Regierungspräsidentin in Stuttgart wurde, übernahm Gudula Achterberg das Mandat. Nico Weinmann sicherte sich seinen Sitz im Landtag über sein gutes Abschneiden als FDP-Kandidat.

Diese Kandidaten wollen Heilbronn vertreten
Aufgrund zuletzt veröffentlichter Trends ist davon auszugehen, dass die CDU stärkste Kraft wird und Thomas Strobl das Direktmandat für seine Partei zurückholen dürfte. Gudula Achterberg ist zwar auch auf der Grünen-Liste, allerdings nur auf Listenplatz 43. Ihre Chancen sind eher gering, wieder im Landtag zu sein. Für die AfD möchte Maximilian Decker als Direktkandidat ins Parlament, mit Listenplatz 50 ist sein Einzug genauso unsicher.
Die SPD nominierte Tanja Sagasser-Beil als Direktkandidatin. Mit Listenplatz 18 vertritt die Heilbronnerin vermutlich die Region nach der Wahl. Nico Weinmann muss darauf hoffen, dass es die Partei in den Landtag schafft: Mit Listenplatz sieben wäre er vermutlich dabei. Hiba Mohammad Charif von den Linken wäre nur über ein Direktmandat vertreten, der Einzug also unwahrscheinlich.
Vor fünf Jahren waren im Wahlkreis Heilbronn fast 100.000 Menschen zur Wahl aufgerufen. Noch unklar ist, wie viele es dieses Mal sein werden. Da da Wahlalter auf 16 Jahre gesenkt wurde, werden einige hinzukommen.

Stimme.de
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