Wahlsieger Cem Özdemir: Das sagte er vor der Landtagswahl über Heilbronn
Wer neuer Ministerpräsident in Baden-Württemberg wird, war ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Letztlich setzten sich die Grünen mit Cem Özdemir durch. So hat sich der Wahlsieger zuletzt über Heilbronn geäußert.
Von 8 bis 18 Uhr konnten Baden-Württemberger am Sonntag (8. März) ihre Stimmen bei der Landtagswahl 2026 abgeben. Die Heilbronner Stimme begleitet die Wahl in einem Liveblog mit Blick auf die Entwicklung in den Wahlkreisen Heilbronn, Eppingen, Neckarsulm und Hohenlohe. In einem bis zum Schluss spannenden Duell setzten sich die Grünen mit Cem Özdemir an der Spitze letztendlich mit einem knappen Vorsprung durch.
Cem Özdemir in Heilbronn: Kommt nach der Landtagswahl die KI-Uni?
Ende Januar war Wahlsieger Cem Özdemir beim Stimme-Wahlcheck zu Gast in der Kreissparkasse Heilbronn und stellte sich den Fragen von Chefredakteur Uwe Heer. Dabei äußerte sich 60-Jährige auch zu Heilbronn. Özdemir hütete sich allerdings davor, Dinge zu versprechen, die er nicht halten kann. Etwa, als Heer ihn nach einer möglichen Universität für Künstliche Intelligenz (KI) in Heilbronn fragte. „Und anschließend gehe ich nach Pforzheim und sage, da kommt sie hin.“
Das sei genau die Art von Politik, die er zum Abgewöhnen finde, sagte der Grüne: immer das sagen, was die Leute hören wollen. Und beim Thema KI sieht Özdemir die Konkurrenz ohnehin nicht im Land sitzen, sondern in China und in den USA. „Wir sind das Team Baden-Württemberg“, wirbt er für gemeinsames Handeln und Zusammenhalt.
Im September 2025 war Özdemir zu Gast im Audi-Werk Neckarsulm
Cem Özdemir besuchte Anfang September 2025 im Rahmen seiner Sommertour „Mutig ans Werk“ das Audi-Werk in Neckarsulm. Er informierte sich über die Transformation zur Elektromobilität, die Ausbildung und die Zukunft des Standorts. Özdemir betonte die Notwendigkeit von Planungssicherheit für die Automobilindustrie und würdigte die Innovationskraft des Werks.
Um die Bedeutung der Autoindustrie im drittgrößten Bundesland weiß der Grüne natürlich. Auch beim Stimme-Wahlcheck stellte Özdemir die Stärken des Landes heraus: Baden-Württemberg habe die beste Ladeinfrastruktur für Elektroautos, sei Exportland Nummer eins, profitiere von seiner Vielfalt – und baue nach wie vor erstklassige Autos. „Baden-Württembergische Elektroautos müssen sich nicht verstecken. Das sind tolle Autos“, sagte er im Januar auf Chefredakteur Heers Hinweis auf die immer stärkere chinesische Konkurrenz.
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