Vier Direktmandate, aber durchwachsene Ergebnisse der CDU bei den Zweitstimmen
Während die Partei in vielen ländlichen Gemeinden noch relativ stark ist, leidet sie vor allem in den Städte sowie im Zabergäu und in Möckmühl.
In Baden-Württemberg hauchdünn gegen die Grünen verloren, in der Region alle Direktmandate gewonnen: Auch für die CDU in der Stadt Heilbronn, im Landkreis und im Hohenlohekreis stand am Ende des Wahlabends dennoch die enttäuschende Erkenntnis, dass man das große Ziel, nach 15 Jahren wieder den Ministerpräsidenten zu stellen, verspielt hat. Dabei lag die Partei in Umfragen wenige Wochen vor der Landtagswahl in Baden-Württemberg noch zehn Prozentpunkte vor den Grünen.
Auch in Heilbronn und Hohenlohe fällt auf, dass die Zahl der Erst- und Zweitstimmen deutlich voneinander abwich. Während sich die CDU bei den Erststimmen und damit bei den Direktkandidaten in den vier Wahlkreisen klar durchsetzte, schnitt sie bei den Zweitstimmen durchgängig deutlich schlechter ab.
Zweitstimmen: Hauchdünner Vorsprung der Grünen in der Stadt Heilbronn
Ähnlich knapp wie im Land ging es im Wahlkreis 18, in der Stadt Heilbronn, zu. Hier siegten die Grünen mit einem Wimpernschlag und 0,3 Prozentpunkten Abstand vor der CDU, die auf 26,9 Prozent der Zweitstimmen kam. Der Vorsprung der CDU vor der AfD, die als drittplatzierte Partei 22,2 Prozent erreichte, ist dagegen vergleichsweise knapp. Hochburgen der CDU im Wahlkreis Heilbronn sind die Gemeinde Talheim, wo die Partei noch 32,4 Prozent erreichte. Das schwächste Ergebnis im Wahlkreis fuhr die Partei in der Stadt Heilbronn mit 25,5 Prozent ein. In Nordheim reichte es für 28,6, in Leingarten für 30,3 und in Flein für 30,4 Prozent.
Im Nachbarwahlkreis 19 (Eppingen) lag die CDU bei den Zweitstimmen mit 29,8 Prozent relativ knapp vor der AfD mit 25,4 Prozent. Noch am stärksten schnitt die Partei in Cleebronn mit 37,1 Prozent ab. Es folgen Neckarwestheim (34,5) und Massenbachhausen (34,4). Am schwächsten ist die CDU im Süden des Wahlkreises, dort wo die AfD besonders stark ist. In Güglingen erreichten die Christdemokraten 27,4, in Pfaffenhofen 26,4 und in Zaberfeld nur 25,7 Prozent. In den drei Zabergäugemeinden liegt sie damit, teilweise sogar deutlich, hinter der AfD.
Erlenbach, Gundelsheim, Oedheim: Hier holt die CDU ihre besten Ergebnisse
Auf 29,5 Prozent der Zweitstimmen kam die CDU im Wahlkreis Neckarsulm und lag damit vor der AfD mit 24,8, die sich knapp Platz zwei vor den Grünen sicherte. Das beste Ergebnis lieferte für die Christdemokranten der Weinort Erlenbach mit 37,6 Prozent, gefolgt von Gundelsheim (35,4) und Oedheim (35,2). Und während die Partei in Neckarsulm, der größten Stadt im Wahlkreis, mit dem Ergebnis von 29,5 Prozent nahezu im Landesdurchschnitt lag, fuhr sie schwache Ergebnisse in Bad Friedrichshall mit 26,7 Prozent und in Möckmühl mit nur 25 Prozent ein.

Über dem Schnitt liegen die Konservativen im Wahlkreis Hohenlohe, wo die Partei auf 32,7 Prozent kam. Ihre Hochburgen liegen dort in Schöntal (42,9 Prozent), Mulfingen (42,3) und Krautheim (41,2). Schwach schnitt die CDU dagegen mit 27,3 Prozent in der Großen Kreisstadt Öhringen und in Niedernhall mit 26,4 Prozent ab.
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