Bundeskanzler Friedrich Merz zu Gast in Bad Rappenau – großer Besucherandrang
Bundeskanzler Friedrich Merz hat am Freitagabend in Bad Rappenau eine Wahlkampfrede gehalten. Begleitet wurde der Auftritt von Protesten und großem Besucherandrang.
Kein Jubel, stattdessen rhythmisches Klatschen zur Einlaufmusik, Hände schütteln rechts und links auf dem Weg zur Bühne: Es ist eine entspannte Ankunft von Bundeskanzler Friedrich Merz am Freitagabend in Bad Rappenau. Dann steht er oben auf dem Podium und der Applaus brandet doch noch auf.
Der Kanzler zieht: Die Mühltalhalle bietet Platz für 1300 Stühle, wer beim Auftritt von Merz dabei sein wollte, musste sich online anmelden. Die Plätze waren schnell vergeben, laut CDU hätten gerne mehr Menschen teilgenommen.
Friedrich Merz in Bad Rappenau: Rund 40 Demonstranten vor Mühltalhalle
In der Innenstadt von Bad Rappenau stauen sich die Autos. Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl fährt kurz nach 18 Uhr vor. Während die Besucher der Wahlkampfveranstaltung von Michael Preusch, dem CDU-Direktkandidaten für die Landtagswahl im März, vor der Mühltalhalle Schlange stehen, formieren sich etwa 40 Demonstranten mit Trillerpfeifen an der Straße gegenüber.
Unbekannte haben laut Polizei in der Nacht auf Donnerstag politisch motivierte Parolen und Symbole an die Mühltalhalle geschmiert. Ob sie in Zusammenhang mit dem Merz-Besuch stehen, wurde nicht bestätigt. Sie sind längst nicht mehr sichtbar, als Merz die Halle betritt. Der Beginn der Veranstaltung war für 18.30 Uhr angekündigt, zu dieser Zeit kurz davor war Merz aber noch in Heddesheim im Kreis Bergstraße. Um 19.10 Uhr kommt Merz durch den Seiteneingang.
Besuch von Friedrich Merz in Bad Rappenau war lange geplant
Noch nie war ein deutscher Regierungschef in Bad Rappenau. Kurt Georg Kiesinger war zwar in den 60er Jahren in Heinsheim, damals war der heutige Ortsteil aber noch nicht eingemeindet. Der Besuch von Merz war lange geplant. So erzählte es Michael Preusch im Vorfeld. Er habe Merz vor dessen Amtszeit angesprochen, ob er nicht einmal in seinen Wahlkreis Eppingen kommen wolle.
Der habe zugesagt und dieses Versprechen jetzt eingelöst. Passend zur Wahlkampfzeit. Auch der CDU-Kandidat für das Amt des Ministerpräsidenten, Manuel Hagel, ist dabei, ruft die Bilder vom Beginn des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine ins Gedächtnis und sagt: „Ich bin froh, dass da in Washington, in Indien jetzt Friedrich Merz über den roten Teppich läuft und nicht mehr Olaf Scholz.“
Friedrich Merz spricht in Bad Rappenau auch über Migration, Arbeit und Wohlstand
Merz spricht um kurz nach 19.30 Uhr und bedankt sich für „das freundliche Willkommen in der Toskana von Baden-Württemberg“, für die Geschlossenheit der CDU im Land, über „Ordnung und Humanität“, über den Rückgang der Asylbewerberzahlen und über US-Präsident Donald Trump und den Ukraine-Krieg.
„Wir kehren nicht zurück zu den guten alten Zeiten“, sagt Merz dann und ruft dazu auf, die Prioritäten richtig zu setzen: Frieden und Freiheit, Wohlstand und die Wiederherstellung der Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft.
Kommentare öffnen



Stimme.de
Kommentare