Throm hat Bundestagsmandat nicht sicher: Zitterpartie im Wahlkreis Heilbronn ist paradox
Es kam wie erwartet: Der mutmaßliche Wahlkreissieger in Heilbronn muss um sein Mandat fürchten. Das ist nicht vermittelbar, meint unser Autor.
Union und FDP sind sich sicher nicht in besonderer Abneigung zugetan. Trotzdem muss CDU-Kandidat Alexander Throm im Wahlkreis Heilbronn hoffen, dass die FDP aus dem Bundestag fliegt. Dann steigen seine eigenen Chancen auf ein Mandat. Das hat er nämlich auch dann nicht sicher, wenn er den Wahlkreis mit den meisten Erststimmen gewinnt – was sich abzeichnet.
Seine Aussichten steigen, wenn die Union bundesweit möglichst viele Mandate hat, die FDP stört da nur. Ausgleichs- und Überhangmandate, die das früher gerichtet haben, gibt es nicht mehr. Letztlich konkurriert Throm mit Parteifreunden aus anderen Wahlkreisen, weil nur ein Teil der Sieger siegt. Alles klar? Im Gegenteil, dieses System verstehen nur Experten.
Zittern um den Einzug in den Bundestag – Wahlrechtsreform ist Murks
Ob Throm es schafft, ist am frühen Sonntagabend nicht absehbar ist. Klar ist: Diese Wahlrechtsreform ist Murks. Dass Gewinner eines Direktmandats trotzdem den Einzug ins Parlament verfehlen können, ist ein Unding. Hier kann nur gelten: Nach der Reform ist vor der Reform. Wie der Wahlkreis Heilbronn in Berlin vertreten ist, wird der weitere Verlauf des Abends zeigen.
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