Laut Insa-Umfrage aktuell nur Koalition zwischen Union, SPD und Grünen möglich
Nach den aufgeheizten Debatten um die Migrationspolitik stehen die Umfragen zur Bundestagswahl besonders im Fokus. Laut einer Insa-Befragung gibt es aktuell nur eine Option für eine Koalition.
DieBundestagswahl 2025 rückt näher. Für Wirbel sorgte zuletzt die Union: Bei einer Abstimmung im Bundestag zur Begrenzung illegaler Migration nahm sie Stimmen der AfD in Kauf. Es folgte heftige Kritik der Grünen und der SPD, bundesweit demonstrierten zahlreiche Bürger. Nun zeigt eine aktuelle Insa-Umfrage: Eine Koalition ist laut diesem Trend nur mit Union, SPD und Grünen möglich.
Insa-Umfrage: CDU, AfD und SPD mit leichten Einbüßen
Laut einer Insa-Umfrage vor der Bundestagswahl 2025 verlieren die drei aktuell stärksten politischen Kräfte leicht an Boden. Union, AfD und SPD büßten in der Erhebung für die „Bild am Sonntag“ jeweils einen Prozentpunkt im Vergleich zur Vorwoche ein. CDU und CSU liegen weiterhin vorn mit 29 Prozent, gefolgt von der AfD mit 21 Prozent und der SPD mit 16 Prozent.
Zulegen kann die Linke, die einen Punkt hinzugewinnt und auf fünf Prozent kommt - damit kann sie hoffen, wieder in den Bundestag einzuziehen. Die Grünen liegen unverändert mit 12 Prozent auf dem vierten Platz. Auch das Bündnis Sahra Wagenknecht stagniert bei sechs Prozent, und die FDP bleibt bei vier Prozent. Um zwei Punkte nach oben geht es für die sonstigen Parteien, die zusammen nun auf sieben Prozent kommen.
Bundestagswahl 2025: Laut Insa-Umfrage nur Koalition mit Union, Grünen und SPD
Laut der Insa-Umfrage gibt es derzeit nur eine mögliche Koalitionsoption: Die sogenannte Kenia-Koalition. Die Union müsste laut dem aktuellen Trend ein Bündnis mit SPD und Grünen eingehen, um sich im Parlament die Mehrheit zu sichern. Eine Koalition mit der AfD und/oder dem Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) schließt die Union aus.
CSU-Chef Markus Söder hat zuletzt mehrfach deutlich gemacht, dass er eine Koalition mit den Grünen nach der Bundestagswahl ausschließt. Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (CDU) sieht dagegen in seiner Partei keine grundsätzliche Ablehnung einer Koalition mit den Grünen nach der nächsten Bundestagswahl.
Wahlen: Kenia-Koalitionen bislang nur auf Landesebene
Ein Bündnis zwischen Union, SPD und Grünen hat es bislang auf Bundesebene noch nie gegeben. Auf Landesebene wurde die sogenannte Kenia-Koalition dagegen bereits dreimal umgesetzt.
Eine Koalition zwischen Union, SPD und Grünen gab es von 2016 bis 2021 unter CDU-Führung in Sachsen-Anhalt, von 2019 bis 2024 unter SPD-Führung in Brandenburg und im gleichen Zeitraum unter CDU-Führung in Sachsen. Derzeit wird kein Bundesland mehr von einer Kenia-Koalition regiert.
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Kommentare
Thomas Gaukel am 12.02.2025 18:40 Uhr
Minderheitsregierung wäre ja auch mal ein Experiment. Gab es in Deutschland noch nicht wirklich, in anderen Ländern aber durchaus.
Man müsste dann natürlich Gesetzesentwürfe so gestalten, dass sie ohne "Minister-Posten-Bestechung" Mehrheitsfähig im gewählten Parlament sind.