Kretschmann zu Zolldeal mit den USA: „Das wird richtig teuer“
Der EU-US-Zolldeal ist beschlossen: Trump spricht vom „größten aller Deals“, die EU-Kommission von einem schweren Prozess. Nun äußert sich Kretschmann zu den Auswirkungen für Baden-Württemberg.
Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat am Dienstag in Stuttgart über die Folgen des Zolldeals zwischen den USA und der Europäischen Union gesprochen.
Der Deal wird nach Einschätzung des Ministerpräsidenten gravierende Folgen für die Wirtschaft in Baden-Württemberg haben. „Das wird für die Industrie in Baden-Württemberg richtig teuer“, sagte der Grünen-Politiker.
Kretschmann zu Zolldeal: Hohe Schäden für die Wirtschaft in Baden-Württemberg
Die Vereinbarung mit US-Präsident Donald Trump zu den Zollsätzen verursachten hohe Schäden für die Wirtschaft hierzulande. Die USA seien für Baden-Württemberg der wichtigste Einzelexportmarkt, sagte Kretschmann – auch mit Blick auf die Automobilindustrie.
Es handle sich nicht um einen „wirklich fairen Interessenausgleich“, betonte Kretschmann. Die Hauptlast des Deals trage die EU. Man zahle einen hohen Preis dafür, dass sich die USA aus dem regelbasierten Freihandel verabschiedet hätten.
Ministerpräsident Kretschmann: Zolldeal hat Handelskonflikt abgewendet
Dennoch hielt sich Kretschmann mit Kritik an den EU-Verhandlern zurück. „Ich habe das nicht verhandelt“, sagte er. Aus langjähriger Erfahrung wisse er, dass die, die nicht verhandelten, solche Deals anders bewerteten als die, die verhandelten.
Die Einigung schaffe auch erst einmal Klarheit, das sei wertvoll, so der Regierungschef. Ein Handelskonflikt sei damit abgewendet worden – bei einem solchen wären alle als Verlierer dagestanden. Das hochgradig Schwierige bei Trump sei, dass alles unberechenbar und in der Schwebe sei.
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