Würth gewinnt das "20 Billion Race" auch so
Die Würth-Mitarbeiter wurden auf den Punkt motiviert, die gesteckten Ziele erreicht. Das ist eine Kunst in einem Unternehmen dieser Größenordnung, findet unser Autor.
Würth-Konzernchef Robert Friedmann ist offensichtlich nicht enttäuscht, dass die 20 Milliarden Euro Umsatz nicht übertroffen wurden. Er findet die Bilanz des vergangenen Jahres sogar "großartig". Dabei hatte das Unternehmen intern noch ein - Achtung, jetzt kommt"s - "Reinhold Würth 20 Billion Race" ausgerufen, einen sportlichen Wettbewerb, um zum Jahresende doch noch die 20-Milliarden-Marke zu knacken. Es hat (fast) funktioniert.
War es etwa Absicht?
Dass jetzt weniger als ein Tag gefehlt hat, um dieses Ziel zu erreichen, ist nämlich ein Erfolg und spielt der Geschäftsführung sogar in die Karten. Schließlich gibt es auch so genügend Superlative, mit denen das vergangene Jahr beschrieben werden kann: Rekordgewinn, 7,5 Prozent Umsatzrendite, neue Höchststände in allen Bereichen.
Die Überschreitung der magischen Marke von 20 Milliarden bleibt dann wohl ein Pluspunkt bei der Vorstellung der nächsten Bilanz. Man könnte auf die Idee kommen, dass sich diese 0,3 Prozent hin oder her beim Umsatz immer hindeichseln lassen. Doch taktische Spielchen würden hier nicht getrieben, versichert Friedmann.
Dann gibt es auch noch üppige Prämien
Die Würth-Führung hat jedenfalls seit Jahren ein Händchen, wenn es um die Motivation der Mitarbeiter geht. Ziele werden so hoch gesteckt, dass sie erreichbar sind. Das ist nicht banal in einem Unternehmen dieser Größenordnung. Abseits des Leistungsdrucks, der damit verbunden ist, lässt sich da kaum Kritik üben. Schließlich werden auch noch Prämien bezahlt, die über das Übliche hinausgehen. Die Strategie geht auf. Sie funktioniert weiterhin sogar besser als bei vielen kleineren Wettbewerbern.
Kommentare öffnen


Stimme.de
Kommentare