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Meinung zum Wechsel der Audi-Marketingchefin: Wortmann zieht

  
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Der schnelle Aufstieg der Audi-Marketingchefin zum Mutterkonzern VW überrascht nicht, findet unser Autor. Wortmann zu ersetzen, wird dafür umso schwieriger sein.

  

In Wolfsburg wird vor der mit Spannung erwarteten Sitzung des VW-Aufsichtsrats an diesem Donnerstag wieder durchgestochen, was das Zeug hält.

So steht offenbar schon fest, dass das nach außen aktivste Mitglied des Audi-Vorstands in den Mutterkonzern geholt wird. Hildegard Wortmann hat der Marke mit den vier Ringen innerhalb von zweieinhalb Jahren wieder Leben eingehaucht. Kein Wunder, dass ihr Vertrag zuletzt gleich um lange fünf Jahre verlängert wurde.

Plötzlich auch für Jüngere attraktiv

Wortmann hat Audi plötzlich ein Gesicht gegeben. Sie hat von Beginn an den Wert des Slogans "Vorsprung durch Technik" erkannt und nutzt ihn bei jeder Gelegenheit. Sie positioniert Audi als Premium-Marke und schafft es gleichzeitig, die Fahrzeuge auch für jüngere Zielgruppen wieder attraktiv zu machen. Nicht von ungefähr war sie jüngst auch in der Vogue zu sehen.

Wird sie VW-Vorständin, darf sie sich einige neue Ansätze einfallen lassen. Als Fan von sportlichen Luxusfahrzeugen muss sie nun auch einen schmalspurigen VW Up verkaufen. Nicht ganz einfach. Doch ihre klare Kommunikation in Sachen E-Mobilität passt perfekt in die Strategie, die VW-Chef Diess ausgerufen hat. In der Zusammenarbeit der beiden schadet die gemeinsame Zeit bei BMW sicher nicht.

Jetzt ist eine Überraschung gefragt

Für Audi aber stellt sich die Frage, wer nahtlos an die Erfolge der umtriebigen Marketingexpertin anknüpfen kann. Ihre Fans in den sozialen Netzwerken nimmt Wortmann mit. Es wird also nicht einfach, das Begonnene fortzusetzen, ohne in Formulierungen der Vorgängerin stecken zu bleiben. Jede Überraschung ist hier ein Pluspunkt.


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