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Wohnungsbau: Viele Ziele kosten viel Geld

Klima- und Naturschutz in Kriegszeiten: Bauen ist zu teuer. Die Chancen, dass wirksam gegengesteuert wird, stehen aber schlecht, schätzt unser Autor.

Christian Gleichauf
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Lesezeit 1 Min

Die Baukosten sind in zehn Jahren um 60 Prozent gestiegen, die Grundstückskosten im Südwesten um mehr als 70 Prozent. Die Zinsentwicklung hat im vergangenen Jahr die Monatsrate für neue Immobiliendarlehen annähernd verdoppelt, und die Preise wurden durch den Krieg noch weiter nach oben getrieben.

Da verwundert es nicht, dass vor allem der private Wohnungsbau ins Stocken geraten ist - obwohl doch Wohnraum fehlt und die Mieten in den Metropolen durch die Decke gehen.

Der Not begegnen, aber wie?

Mit 400.000 neuen Wohnungen pro Jahr will Bundesbauministerin Klara Geywitz der Not begegnen. 2022 waren es geschätzt 250.000. Das Ziel wird sie auch dieses und wohl auch nächstes Jahr nicht erreichen - weil es so viele andere, widerstrebende Interessen gibt.

 

Neue Baugebiete und der einhergehende Flächenverbrauch sind nicht erwünscht. Baumaterialien sollten höchsten Nachhaltigkeits-Ansprüchen genügen. Geheizt werden muss klimafreundlich - selbstverständlich. Unter diesen Bedingungen sollen möglichst viele Sozialwohnungen entstehen. Auch das ist wichtig.

Doch all diese Ziele gleichzeitig können ohne massive finanzielle Unterstützung des Staates nicht erreicht werden. Ein Umdenken, das zeigt die aktuelle Neubauförderung, findet aber nicht statt.

 

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