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Schritte zu einer zukunftsfähigen Wirtschaft in Deutschland: Schneller, bitte!

  
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Kanzler Scholz verspricht der Wirtschaft mehr Tempo. Doch die Unternehmer bleiben zu Recht skeptisch, meint unser Autor.

  

"Die Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube." So schrieb schon einst Goethe in seinem "Faust". So ähnlich geht es wohl einigen Unternehmenschefs, denen am Sonntagabend von Bundeskanzler Olaf Scholz bei der Eröffnung der Hannover-Messe mal wieder das neue "Deutschland-Tempo" versprochen wurde. Kaum etwas deute darauf hin, dass es hier große Veränderungen geben könnte, ist allenthalben zu hören. "Es fehlen die Tools", sagt etwa der Igersheimer Unternehmer Manfred Wittenstein.

Dass Bürokratieabbau und schnellere Genehmigungsverfahren in Deutschland aber notwendig sind, daran gibt es keinen Zweifel. Auf der Hannover-Messe macht das Schlagwort "Deindustrialisierung" die Runde, auch wenn einige Funktionäre zu Recht davor warnen, diesen Begriff zu leichtfertig zu verwenden. Noch ist es nicht so weit. Und keinesfalls sollte man es so weit kommen lassen.

Deutschland aber, das betont nicht nur der Präsident des Industrieverbands BDI, Siegfried Russwurm, befindet sich derzeit in einer kritischen Phase. Geopolitische und hausgemachte Probleme verstärken sich gegenseitig. Da bräuchte es nun tatsächlich wieder einmal einen Ruck, der durchs Land geht. Wahrscheinlicher ist aber, dass erst im Tal der Tränen die gemeinsamen Anstrengungen unternommen werden, die wirklich notwendig sind für mehr Tempo in der deutschen Verwaltung.


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