Weniger Unsicherheit ist am Bau schon die halbe Miete
Die Politik kann die Probleme am Bau nicht lösen, aber doch ihren Teil zur Lösung beitragen, glaubt unser Autor.

Die Krise am Bau ist kein Problem einiger betuchter Unternehmer, die jetzt mal ein paar schlechte Monate überbrücken müssen. Der Einbruch nach Vollauslastung - mitbedingt durch die gestiegenen Zinsen - bringt vieles durcheinander, stellt auch junge Familien mit einem vor kurzem noch realistischen Plan vor unlösbare Aufgaben. Am Ende werden auch viele Mieter die Effekte spüren, wenn jetzt nicht zumindest ein Teil der Wohnungen gebaut wird, die seit Jahren fehlen.
Sind neue Streitereien unvermeidbar?
Was da auf die Schnelle zu tun ist, stellt die Koalition in Berlin wieder einmal vor die Zerreißprobe. Die Grünen werden kaum auf den Klimaschutz verzichten, nur um Hemmnisse kostengünstiger Neubauten auszuräumen. Wenn stattdessen einfach die finanzielle Förderung wieder hochgefahren werden soll, dann macht der gelbe Finanzminister nicht mit. Die rote Bauministerin Klara Geywitz steht zwischen den Stühlen.
Die scheinbar unvermeidbaren Diskussionen führen dann abermals zu Unsicherheit bei allen Beteiligten - Gift für jede Investition. Das einzig Positive bei diesen Aussichten: Enttäuschungen sind nahezu ausgeschlossen. Jede unerwartete Einigkeit könnte helfen, Ruhe zu bringen und sogar Zuversicht auszulösen. Das sollte Anreiz genug für die Politik sein. Die Wohnungen werden gebraucht.
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