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Viele Schwächen bei Cannabis-Freigabe

  
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Bei jungen Leuten muss jetzt die Drogenprävention noch mehr ins Zentrum rücken, meint unser Autor.

  

Der Rauch um den Gesetzesentwurf zur Cannabis-Freigabe ist verzogen. Nun zeigen sich die eklatanten Schwächen der Vorlage. Die Abgabe von maximal 50 Gramm pro Monat ist selbst für erfahrenen Kiffern viel zu hoch angesetzt. Jede Menge Gras bleibt so am Markt mit nicht abschätzbaren Risiken und Gefahren für deren weitere Verwendung.

Wie soll aber künftig kontrolliert werden, dass die überschüssige Menge nicht in die Hände Minderjähriger fällt? Zudem verfängt das Argument nicht, man würde durch ein Cannabis-Gesetz einen Teil der Drogenszene entkriminalisieren. Wer als professioneller Dealer Cannabis im Angebot hat, der liefert oft auch die ganze Bandbreite an Drogen. Unklar ist zudem, ab welcher Konsummenge − anders als bei Alkohol − man als fahruntauglich gilt.

Dabei muss man sich klarmachen, dass es bei Cannabis um eine Substanz geht, die nicht nur abhängig machen kann, sondern Psychosen, ein erhöhtes Herzinfarktrisiko und schwere psychische Probleme insbesondere bei Jugendlichen hervorruft. Deshalb muss bei jungen Leuten die Drogenprävention ins Zentrum rücken. Und bevor aus dem vorgelegten Entwurf ein Gesetz wird, müssen die vielen offenen Fragen beantwortet werden, die auf der Hand liegen.


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