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Substanzielle Ideen sind gefragt, um den Stromverbrauch zu drosseln

Ob Burgen oder Rathäuser nachts beleuchtet sind oder nicht, beeinflusst das kommunale Säckel eher marginal. Insofern gehen Überlegungen, etwa bei der Straßenbeleuchtung anzusetzen, schon eher in die richtige Richtung.

Andreas Zwingmann
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Lesezeit 1 Min

Brandaktuell ist die Idee, in Berlin bei Denkmälern und Sehenswürdigkeiten die Scheinwerfer auszuschalten, schon, brandneu ist sie nicht. Bereits seit 2007 werden in vielen Städten und Gemeinden rund um den Globus nachts die Lichter ausgeknipst. Zumindest einmal im Jahr, jeweils eine Stunde lang, zur so genannten "Earth Hour" des World Wildlife Fund (WWF). Das Ziel: die Aufmerksamkeit damit auf den Klimaschutz zu lenken und auf die Energieverschwendung durch unnötigen Stromverbrauch hinzuweisen. Das Konzept ging auf, zehn Jahre nach der Premiere machten bereits mehr als 7000 Kommunen in 184 Ländern mit. Damit hat die WWF-Aktion ihr Ziel erreicht und das Nachdenken über Klimaschutz befeuert. Doch sie blieb eher ein symbolischer Akt.

Das dauerhafte Abschalten der Nachtbeleuchtung mag sich in Metropolen wie Berlin spürbar auf die Energiebilanz auswirken. Gerade in ländlicheren Regionen ist dies kaum sinnvoll. Ob Burgen oder Rathäuser nachts beleuchtet sind oder nicht, beeinflusst das kommunale Säckel eher marginal. Insofern gehen Überlegungen, etwa bei der Straßenbeleuchtung anzusetzen, schon eher in die richtige Richtung. Nachhaltige und substanzielle Ideen sind gefragt, um den Stromverbrauch zu drosseln. Das sollte nicht erst jetzt klar sein, da die kriegsbedingte Krise das Thema Energiesparen auf die Überholspur gesetzt hat. Und es braucht grundsätzlich veränderte Verhaltensweisen im Alltag - von uns allen.

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