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SLK muss die Ungleichbehandlung beenden

800 Mitarbeiter sind über die SLK Service GmbH bei SLK beschäftigt. Das Konstrukt dient dazu, den Tarifvertrag zu umgehen. Für einen kommunalen Arbeitgeber schickt sich das nicht und es ist angesichts des wachsenden Personalmangels zu kurz gedacht, meint unsere Autorin.

Valerie Blass
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Lesezeit 1 Min
SLK-Eingang 2021
 Foto: Berger, Mario

Die Gesundheitsbranche ist in den vergangenen Jahren deutlich gewachsen und beschäftigt immer mehr Mitarbeiter. Rund 25 .100 Baden-Württemberger fanden 2021 einen neuen Arbeitsplatz im Gesundheitswesen, ein Zuwachs von 3,2 Prozent gegenüber 2020. Der Trend wird anhalten: Die Gesellschaft altert und damit steigt der Bedarf an medizinischen Leistungen und Pflege. Gleichzeitig ist der Personalmangel in der Branche groß: Zahnärzte, der Orthopädie-Fachhandel, Kliniken: Sie alle suchen händeringend Fachkräfte und Nachwuchs.

Angesichts dieser Rahmenbedingungen ist das Konstrukt, das sich der SLK-Verbund weiter mit seiner Service GmbH leistet, aus der Zeit gefallen. Seit 1999 beschäftigt der kommunale Arbeitgeber Mitarbeiter zu Bedingungen, die wirtschaftlich vorteilhaft für SLK aber unfair für die Beschäftigten sind: Die Löhne in der Service GmbH sind niedriger, einen Anspruch auf Zuschläge für Wochenend- oder Nachtarbeit wie die SLK-Kollegen, die nach TVöD bezahlt werden, besteht in der Regel nicht.

Es ist höchste Zeit, dass SLK diese Praxis stoppt. Dabei geht es nicht nur um soziale Verantwortung, die man bei einem kommunalen Arbeitgeber durchaus anführen darf. Es geht auch um rein praktische Überlegungen. SLK muss daran gelegen sein, dass Mitarbeiter bleiben statt in den Handel abzuwandern, der meist deutlich besser bezahlt.

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