Eppingen
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Schwer gehbehinderten Anwohnern sollte Eppingen entgegenkommen

Vor und während der Gartenschau ist in Eppingen eine wichtige Verbindungsstaße gesperrt. Das belastet einige Anwohner, die in ihrer Bewegung eingeschränkt sind, noch mehr. Dabei gäbe es eine Lösung, ihnen zu helfen, meint unser Redakteur.

Jörg Kühl
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Lesezeit 1 Min
Rollator-Parcours in Bad Bevensen
Gehbehinderten Menschen sollte die Stadt Eppingen entgegenkommen, findet unser Autor.  Foto: dpa

Meine Brille, deine Brille. Manchmal hilft es, sich in die Perspektive des anderen hineinzuversetzen. Wenn der Betriebsleiter der Gartenschau, Peter Thalmann, eine stärkere Identifikation mit der 136-tägigen Großveranstaltung einfordert, dann ist das wohl die Sicht eines Menschen, der sich in den vergangenen Jahren mit kaum einer anderen Sache so sehr befasst hat, wie mit der Vorbereitung dieses für Eppingen wichtigen Megaevents.

Dabei engagieren sich nicht nur jene, die dafür bezahlt werden, sondern auch Dutzende, die es aus innerem Antrieb tun. Für die Gartenschau hat der Eigenbetrieb 350 Ehrenamtliche gewinnen können, mitzuhelfen. Hier also Bürger, die sich ohne Wenn und Aber für die Gartenschau einsetzen, dort solche, die sie als Zaungäste beobachten, zum Teil auch ablehnen.

Dabei muss man den Klagenden zugestehen, dass sie aufgrund ihres fortgeschrittenen Alters und ihrer körperlichen Verfassung belastet sind. Für sie wiegen die Vorteile des nachhaltigen Grüns vor ihrer Haustüre die Nachteile während der acht Monate langen Sperrung des Alstadtrings nicht auf.

Der Bürgerbus mag Entlastung bringen, er ist aber nicht so spontan und flexibel, wie der Einkauf zu Fuß. Passierscheine, an Bedingungen wie Pflegestufe oder Grad der Behinderung geknüpft auszuhändigen, wäre eine gangbare Lösung. Am Ende wäre die Gruppe der vom Eintritt Befreiten sicherlich sehr überschaubar.

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