BaWü-Check zur Flüchtlingssituation: Politik muss schneller handeln
Es ist verständlich, dass die Flüchtlingspolitik die Bürger verärgert, meint unser Autor. Es gibt keine Alternative zur Änderung der Asylpolitik.
Die Ergebnisse unserer Umfrage sind eindeutig: Die Mehrheit der Befragten sieht die aktuelle Flüchtlingssituation zunehmend kritisch. Während in Berlin oder Brüssel oft nur debattiert wird, sind die Probleme vor Ort greifbar. Wenn nur noch 18 Prozent der Meinung sind, die Flüchtlingsthematik bereite keine Sorgen, dann spiegelt das die Einschätzung der meisten Bürger eindeutig wider.
Vor allem auf dem Land wird der Frust zunehmend größer. Mehr als die Hälfte möchte keine weiteren Flüchtlinge aufnehmen, die Kapazitäten sind erschöpft.
Auch in der Region ist Widerstand spürbar
Diese Stimmungslage ist auch in unserer Region deutlich vernehmbar, wo die Menschen in Obersulm, Pfedelbach oder Wüstenrot gegen neue Flüchtlingsunterkünfte mobil machen. Die lokalen Verantwortlichen müssen ausbaden, was die Politik bislang nicht verhindert hat: den Zustrom der Zuwanderung zu kanalisieren.
Daher ist diese Umfrage auch ein deutliches Signal für den EU-Kompromiss, Asylverfahren an den Außengrenzen abzuwickeln. Ministerpräsident Kretschmann unterstützt dies, damit Kitas, Schulen, Verwaltungen - und letztlich die betroffenen Bürger - endlich entlastet werden. Es gibt keine Alternative zu einer Änderung der Asylpolitik. Nur wenn die Menschen eine spürbare Entspannung der Situation erkennen, wird sich die Stimmung auch wieder ins Positive ändern.
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