Meinung zu den steigenden Preisen in der Gastronomie: Realität
Die explodierenden Lebensmittelpreise zeigen, wie schlecht wir auf Krisen vorbereitet sind, sagt unser Autor.
Der Blick in die Geschichte zeigt: Gesellschaften, denen es lange gut geht, laufen Gefahr, den Fokus für das Wesentliche zu verlieren. Das zeigt sich in Deutschland überdeutlich. Das Land hat es über Jahrzehnte hinweg versäumt, Vorsorge in allen wichtigen Lebensbereichen zu treffen.
Die Bundeswehr wurde über Jahre hinweg entkernt und ist nicht mehr in der Lage, Flugzeuge in die Luft und U-Boote ins Wasser zu bringen, geschweige denn eine Grenze zu sichern. Atom- und Kohlekraftwerke werden stillgelegt, längst bevor tragfähige Alternativen für Ersatz sorgen können. Und landwirtschaftliche Betriebe werden mit immer neuen Vorschriften und Beschränkungen traktiert, bis sie aufgeben, weil sich der Betrieb nicht mehr lohnt. Die fatalen Auswirkungen sehen wir jetzt.
Bei Mehl, Fleisch und Öl herrschen Engpässe, weil das Land nicht in der Lage ist, sich selbst zu versorgen. Beim Bürger sorgt der Blick auf Zapfsäule und Kassenzettel im Supermarkt für blankes Entsetzen und Ebbe im Geldbeutel. Andererseits beschäftigen sich hunderte ernannter und selbsternannter Hochschul- und sonstiger Experten mit Gendersprache, Unisex-Toiletten und dem was in Kinderbüchern stehen darf und was nicht. Man fasst sich an den Kopf.
Erst langsam scheint es zu dämmern, dass wir nicht in Bullerbü leben, sondern in einer Welt, in der Interessen hart aufeinanderprallen, in der mit allen Mitteln um Macht, Geld und Einfluss gekämpft wird. Die kommenden Jahre werden ungemütlich. Deshalb ist es höchste Zeit, in der Realität anzukommen.
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