Mit Galeria steht die wichtigste Heilbronner Einkaufsstraße auf der Kippe
Für die Warenhauskette Galeria Karstadt Kaufhof wird es eng. Für den Standort Heilbronn steht dabei besonders viel auf dem Spiel, warnt unser Autor.

Man möchte den Beschäftigten von Galeria Karstadt Kaufhof kaum noch in die Augen schauen angesichts der miesen Perspektive, die sie und das ganze Haus jetzt noch haben. Doch Mitleid ist das Letzte, was die Mitarbeiter jetzt gebrauchen können.
Unterstützung, Kauflust und Geduld, damit wäre geholfen. Sie sind nicht schuld an der Misere, in der die Warenhauskette jetzt steckt. Sie sind nicht verantwortlich für den Personalabbau, die Spielchen eines René Benko und auch nicht für die allgemein veränderten Einkaufsgewohnheiten. Über Letztere sollte sich übrigens jeder selbst Gedanken machen.
100-Millionen-Rechnung unter veränderten Vorzeichen
Ein Ende des Heilbronner Standorts scheint jedenfalls nicht mehr ausgeschlossen. Zu den Top-Adressen in der Republik zählt die Fleiner Straße, wo früher Platz für zwei große Kaufhof-Häuser war, nicht mehr.
Doch wenn sich zu den prominenten Leerständen im Umfeld nun auch noch dieser Konsumtempel aus den späten 1960ern gesellt, dann steht die Innenstadt vor einem Problem. Die Stadt hat mit dem ehemaligen H&M-Gebäude schon alle Hände voll zu tun.
Fürs Wollhaus gibt es zwar einen Plan, doch der setzt eine Investition von 100 Millionen Euro voraus. Mit einem weiteren leeren Warenhaus geht manche Rechnung nicht mehr auf. Dann müsste man sich um die gesamte Einkaufsstraße Sorgen machen.
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