Unterrichtsausfall mit Ansage
Blauäugig wäre es zu denken, dass die Welt nach den Ferien eine andere ist, meint unsere Autorin.
Die Gewerkschaft warnt schon vor dem ersten Schultag vor Unterrichtsausfall. Die Verantwortlichen in den Schulämtern kämpfen noch den ganzen September um jeden Menschen, den sie an die Schulen holen können. Ja, sogar um jede Stunde, die sie Teilzeit-Lehrern zusätzlich abschwatzen können. Vor den Ferien sah es auch so aus, als ob einige Schulleiterstellen an Grundschulen vakant bleiben könnten. Diese Stellen aber konnten bis auf wenige Ausnahmen im Landkreis Heilbronn besetzt werden.
Aber klar muss auch sein: Wenn sich nicht schnell und gravierend etwas in der Bildungspolitik ändert, werden die Meldungen auch im kommenden Jahr sehr ähnlich sein. Mehr Evaluation schafft vielleicht mehr Erkenntnisse über guten Unterricht. Den müssen aber trotzdem noch Menschen halten. Und genau die fehlen aus mehreren Gründen: Noch immer gibt es zu wenige Studienplätze um den gestiegenen Bedarf zu decken. Das Studium dauert im Vergleich zu anderen Berufen zu lange. Und dabei geht es nicht nur um die Zeit. Intelligente junge Menschen, die rechnen können, vergleichen und fragen sich, warum sie Tausende Euro Studiengebühren zahlen sollen, um dann für den Staat zu arbeiten. In nordischen Ländern wird Lehramtsstudenten Lohn bezahlt.
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