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Kolumne: Sozialen Wohnungsbau forcieren, auch für Flüchtlinge

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Es braucht fortwährend Wohnplätze für Menschen, die in sozialer Not sind - Flüchtlinge eingeschlossen, meint unser Autor.

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Die EU-Grenzen von Asylbewerbern noch stärker abschotten und die Realität der globalen Flüchtlingskrise weiter ausblenden: Das ist die bittere Wahrheit der jüngsten Beschlüsse auf EU-Ebene. Weder gibt es einen Masterplan, wie die Geflüchteten gerecht und menschenwürdig auf alle europäischen Staaten verteilt werden sollen, noch ist absehbar, wie viele abgeschobene Flüchtlinge, die kein Asyl bekommen, von ihren Herkunftsländern nicht länger abgewiesen werden. Würde beides konsequent umgesetzt, hätte die EU gar kein Flüchtlingsproblem. Es sind die drängendsten zwei Aufgaben dieser Flüchtlingskrise - und beide bleiben bis auf Weiteres ungelöst.

Bei der Verteilung der Flüchtlinge herrscht ein Durcheinander

Ausbaden müssen es wie immer all jene Staaten, die es besonders gut meinen und relativ viele Flüchtlinge aufnehmen. So wie Deutschland. Beim Bund kommen sie an, doch das Hauptgeschäft haben die Länder, Kreise und Kommunen. Trotz aller Bemühungen herrscht auch hier ein ziemliches Durcheinander. Die üblichen Verteilschlüssel sind mehr oder weniger außer Kraft gesetzt. Keiner weiß, wie viele noch kommen werden und wie groß der Platzbedarf tatsächlich ist. Hier sind Kreise und Kommunen schon überfordert, dort gibt es noch Kapazitäten.

Im Hohenlohekreis sind die Sammelunterkünfte noch nicht überlastet

Man muss schon genau hinschauen, wie die Situation vor Ort tatsächlich ist. Im Hohenlohekreis stellt man fest: Bei der Erstunterbringung in den Sammelunterkünften des Kreises ist die Lage kaum vergleichbar mit der von 2015/16. Es gibt noch genügend Plätze: für reguläre Asylbewerber genauso wie für Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine. Letztere wohnen ohnehin meist privat und haben einen anderen Status, weshalb sie auch schneller integriert sind.

Das eigentliche Problem ist die Anschlussunterbringung

Dafür wird die Anschlussunterbringung in den Kommunen zum Problem, weil der Wohnraum so knapp ist. Umso wichtiger ist, den sozialen Wohnungsbau zu forcieren und Flüchtlinge in den Kreis der potenziellen Bewohner aufzunehmen. Auch das Landratsamt sollte das beherzigen und sozialen Wohnungsbau nachhaltiger betreiben, anstatt bei jeder Welle neue Objekte anzumieten oder Container aufzustellen. Es braucht fortwährend Wohnplätze für Menschen, die in sozialer Not sind - Flüchtlinge eingeschlossen.


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In der Neuensteiner Bahnhofstraße sind derzeit alle 93 Plätze belegt. In elf Sammelunterkünften für Flüchtlinge sind die Kapazitäten noch nicht erschöpft.
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In etlichen Hohenloher Sammelunterkünften gibt es noch freie Plätze


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