Schnell ist viel Geld weg, das später fehlt
Über eine Entlastung, von der fast alle profitieren, kann man sich jetzt nicht freuen, findet unser Autor.
Finanzminister Lindner ist der Meinung, dass der Bund Menschen und Wirtschaft "kurzfristig und befristet" schützen muss. Komplett verfehlt wurde dieses Ziel nicht. Doch was die Ampel-Koalitionäre als Entlastungspaket ausgehandelt haben, kostet 15 Milliarden Euro für drei Monate. Und was dann?
Unternehmen in Schieflage profitieren auch
Zwei Jahre Corona haben 60 Milliarden an Hilfen gekostet, plus Kredite. Insgesamt lohnte sich das Eingreifen, weil insolvente Unternehmen und entlassene Mitarbeiter ebenfalls viel Geld gekostet hätten. Doch jetzt gibt es Überweisungen an fast jeden und Entlastung für fast alle obendrauf.
Immerhin, mag man anführen, profitieren auch Unternehmen in Schieflage. Allerdings eher zufällig, wie es scheint. Ein bisschen ÖPNV-Förderung hier, ein bisschen Konsumanreiz da, so geht das Geld dahin. Doch die Rechnung dafür kommt bestimmt.
Der nächste Winter kommt bestimmt
Noch mal: Was kommt danach? In drei Monaten ist Putin womöglich nicht in die Knie gezwungen, das Energie-Problem nicht gelöst, die Preise nicht zurück auf Vorkriegs-Niveau. Die Wirtschaft wird nicht boomen.
Statt dessen kommen Hunderttausende hilfsbedürftige Ukrainer ins Land, die nächsten Winter ebenso eine warme Wohnung brauchen wie alle anderen. Die Milliarden könnte man dann gut gebrauchen. Aber die sind dann weg.
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