Pleitewelle? Die fragwürdigen Argumente der Shisha-Branche
Die Shisha-Branche sieht sich in der Krise. Die Wasserpfeifen-Szene streng zu regulieren, ist aber richtig, meint unser Autor.

Unablässig beschwört die Shisha-Branche ihr eigenes Ende. Die Warnung vor einer Pleitewelle unter den Wasserpfeifen-Bars zielt auf eines ab: Die Betreiber wollen, dass Verpackungsregeln zurückgenommen werden.
Die Vorgabe, dass nur noch kleinere Tabakgebinde zulässig sind, sollte der Steuerhinterziehung einen Riegel vorschieben und eine verbotene Praxis unterbinden: kleinere Mengen aus großen Dosen für den Kunden in einzelne Pfeifen zu stopfen. Die Argumente, mit der die Branche dies kippen will, sind fragwürdig.
Auch durch Shisha-Pfeifen drohen gesundheitliche Probleme
Eines geht so: Der Staat nehme weniger Steuern ein, weil der Absatz eingebrochen ist. Nun ist die Tabak- wie die Alkohol- und Shisha-Steuer eine sogenannte Lenkungssteuer. Ziel ist es, gesundheitsschädliches Verhalten zu begrenzen. Hier wird ohnehin mit zweierlei Maß gemessen. Während Zigarettenraucher zu Parias geworden sind, blüht die Shisha-Szene, obwohl auch hier Gesundheitsgefahren drohen.
Argument zwei: Die strengen Regeln beflügelten den Schwarzmarkt. Umkehrschluss kann aber nicht sein, Illegales legal zu machen. Vielmehr muss der Schwarzmarkt durch strenge Kontrollen bekämpft werden. Schließlich wird mit der kulturellen Bedeutung argumentiert.
Ein Mangel an Shisha-Bars ist nicht das größte Problem der meisten Großstädte. Und in Heilbronn ist ihre Zahl zuletzt sogar angestiegen.
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