Die Digitalisierung der Schulen kommt voran, wenn die Finanzierung stimmt
Die IT an den Schulen verbessert sich. Das ist gut. Jetzt muss das Land aber nachlegen, meint unser Autor.

Die gute Nachricht ist, dass die deutliche Mehrheit der Schulen über Tablets verfügt. Das heißt zwar nicht, dass jeder Schüler ein eigenes besitzt, aber immerhin können sie regelmäßig auf Geräte zugreifen. Dass sich viele Lehrer für digitalen Unterricht fortbilden, ist die zweite positive Nachricht. Entscheidend für den Erfolg ist jedoch, dass das keine einmaligen Seminare sind. Wie in allen Berufen müssen Pädagogen am Ball bleiben, um einen Überblick über die Möglichkeiten zu behalten, die die IT ihnen bietet.
Dass Geräte nach ein paar Jahren ausgetauscht werden müssen, ist in der Privatwirtschaft eine Selbstverständlichkeit – bei Schulen gibt es regelmäßig den Streit, wer den Austausch bezahlt. Der digitale Schub, ausgelöst durch die Pandemie, darf nicht in einem Kleinklein der Zuständigkeiten verpuffen. Viel wichtiger ist es, für gleichwertige Chancen zu sorgen.
Zwei-Klassen-Gesellschaft bei Digitalisierung der Schule im Raum Heilbronn: Tablets für alle Schüler muss das Ziel sein
Das ist vor allem in der Region wichtig, die sich zur Zwei-Klassen-Gesellschaft entwickelt: Glücklich schätzen dürfen sich beispielsweise all jene Kinder, die in Heilbronn unterrichtet werden und in den Genuss eines eigenes Tablets kommen – dank der Spende der Dieter-Schwarz-Stiftung. Pech haben die Kinder an öffentlichen Schulen, deren Schulträger nicht so viel Geld haben. Tablets für alle muss das Ziel sein. Da ist das Land gefordert.
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