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Langsam wird's der Alptraum vom Eigenheim

  
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Ohne klare Förderung und ohne stabile Rahmenbedingungen wird die Bundesregierung ihre Ziele im Bausektor nicht erreichen, warnt unser Kommentator.

  

Nun gut, über die Gewinne haben sich die Vertreter der Bauwirtschaft im Land gestern nicht ausgelassen, und ganz sicher hinterlassen die Milliardeninvestitionen in Immobilien und Infrastruktur auch Gewinner. Inzwischen gibt es aber auch eine Reihe von Verlierern. Vor allem kleinere Bauunternehmen und viele Handwerker stecken derzeit fest in der Mangelverwaltung zwischen fehlenden Fachkräften und fehlendem Material. Sie müssen dem Kunden Verzögerungen sowie gestiegene Kosten erklären oder diese selbst übernehmen, wenn sie nicht weitergereicht werden können.

 


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Vor allem private Investoren, die ihren Traum vom Eigenheim verwirklichen wollen, finden sich derzeit aber in einem Alptraum wieder. Haben sie endlich ein Objekt oder eines der raren Grundstücke gefunden, wird alles teurer, ist nichts mehr planbar.

Schneller, günstiger, anspruchsvoller - geht das?

Unter diesen Voraussetzungen tut sich die Bundesregierung ohnehin schon schwer, ihre Ziele umzusetzen. Sie will mehr bauen lassen: 400.000 Wohneinheiten pro Jahr. Sie will, dass mehr günstiger Wohnraum entsteht: 100.000 geförderte Sozialwohnungen pro Jahr. Und sie will, dass klimaschonend oder gar klimaneutral gebaut wird. Es sind Ziele, die sich kurzfristig ausschließen, wenn nicht zielgerichtet und massiv gefördert wird.

Ausgerechnet in dieser Situation verbreitet der unvorbereitete KfW-Förderstopp Unsicherheit, weil er keine Alternative und keine Perspektive für die Betroffenen bietet. Beides braucht es nun sehr schnell. Sonst implodieren alle Pläne der Ampel auf dem Wohnungsmarkt.


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