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Konflikte bei der Unterbringung von Asylbewerbern sind oft vorprogrammiert

Viele Probleme, die mit der Zuwanderung entstehen, könnten verhindert werden, meint unsere Autorin.

Stefanie Jani
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Sorge und Kritik an geplanter Asylunterkunft in Pfedelbach
Die Senioren haben ihr Domizil am Löwengarten bereits im Herbst verlassen.  Foto: Jani

Es geht nicht um die Frage, ob man Asylbewerber aufnehmen möchte von Seiten der Bürger, sondern eher um das Wie. Wer sich die Sorgen und Nöte der Bürger aus Pfedelbach anhört, dem wird klar, dass die Probleme von Berlin selbst gemacht werden. Sind die Busse erstmal hier angekommen, liegt die Verantwortung bei den Kreisen und dann bei den Gemeinden, so in etwa könnte man das Gesagte deuten.

Und in der Tat kommt es nicht in Berlin an, wenn im heimischen Hohenlohe Arztpraxen überfüllt sind, genauso wie Schulen und Kindergärten. Werden die Asylbewerber doch noch beim örtlichen Hausarzt aufgenommen, weil sie weniger mobil sind? Wie soll sich ein Sozialarbeiter um 110 Menschen kümmern, die zum Teil schwer traumatisiert sind und sich in einer fremden Kultur erst zurechtfinden müssen?

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Mit der Umnutzung des ehemaligen Seniorenheims könnten bis zu 160 Asylbewerber in Gemeinde kommen.

Warum dürfen die Ankömmlinge nicht arbeiten? Sie könnten sich vielleicht so schneller integrieren und jeder könnte besser verstehen, wie die Nationen ticken. Auch das wird zurecht gefragt. In Zeiten von Fachkräftemangel könnte das Potenzial genutzt werden. All das schmeckt Bürgern und Asylbewerbern nicht.

Durch diese Unzufriedenheit auf allen Seiten entstehen Gefahren. Sie können der Nährboden für radikale Kräfte sein. Das dürfte uns die Geschichte gelehrt haben.

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