Eine Krise scheint für Würth immer nur eine Zeit für den nächsten Anlauf zu sein
Auch Würth spürt die Krise. Auf die reagiert das Unternehmen aber auf seine Weise, und völlig anders als Aktiengesellschaften, erklärt unser Autor.

Wenn alles läuft, wenn Unternehmen von Rekord zu Rekord eilen, dann unterscheiden sich quartalsgetriebene Aktiengesellschaften und solide Familienunternehmen vor allem in ihrer Außendarstellung. Jubel hier, zurückhaltendes Selbstbewusstsein da.
Doch ziehen die ersten Gewitterwolken auf, dann zeigt sich, wie grundsätzlich verschieden die zwei Unternehmensformen funktionieren. Während die einen hektisch versuchen, die für Aktionäre entscheidenden Kennzahlen zu optimieren, kann ein gut geführter Mittelständler - selbst wenn er wie Würth aus diesem Begriff herausgewachsen ist – seine Strategie überlegt nachjustieren. Während die einen ihre gesuchten Fachkräfte von morgen entlassen, stellen die anderen ein.
Vorteil Würth: Jede Krise als Chance begreifen
Nun muss man nicht drumherumreden: Würth geht es vergleichsweise prächtig. Umsatzrekord, Gewinn auf Top-Niveau, Geschäftsaussichten gut. Das lässt sich mit dem Sturm, in dem sich etwa die großen Autokonzerne befinden, nicht vergleichen.
Doch Würth ist auch deshalb in dieser Position, weil jede Krise als Chance begriffen wird, sich die nächsten Marktanteile zu sichern. Das kostet auch mal ein paar Quartale – oder Jahre – Geld. Doch am Ende wird somit aus einer Krise nur der Anlauf, um zum nächsten Sprung anzusetzen. Wohl der Region, die solche Unternehmen hat.

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