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Keine Schadenfreude über die Gehaltseinbußen der Bosse

  
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Die Dax-Chefs haben vergangenes Jahr weniger verdient. Ja, das ist auch positiv. Aber die Höhe der Bezüge ist nicht das Entscheidende, findet unser Autor.

  
Die Corona-Krise macht sich einer Studie zufolge auch bei den Gehältern von Dax-Vorständen bemerkbar. Aber die Höhe der Bezüge ist nicht das Entscheidende, findet unser Autor.
Die Corona-Krise macht sich einer Studie zufolge auch bei den Gehältern von Dax-Vorständen bemerkbar. Aber die Höhe der Bezüge ist nicht das Entscheidende, findet unser Autor.  Foto: Oliver Berg/dpa

Zyniker dürften sich wundern. Sie hätten wohl durchaus erwartet, dass die Vorstandsvorsitzenden der Dax-Konzerne - angesichts insgesamt gut laufender Geschäfte - weiterhin bestens bezahlt werden. Doch das ist 2022 nicht passiert, wie die Studie der Aktionärsschützer vom DSW und der TU München zeigt. Um 8,4 Prozent ging es im Schnitt nach unten.

Die einzige Frau gehört zu den wenigen Gewinnern

Im Detail wird es natürlich interessant. Denn Linde ist nicht mehr im Dax. Steve Angel hatte 2021 als Vorstandschef noch fast 20 Millionen Euro nach Hause gebracht, gefolgt von VW-Chef Herbert Diess mit 11,5 Millionen. Die eine Frau auf einem Chefposten - Belén Garijo Lopez von Merck - konnte sogar zulegen. 2022 lag aber keine einzige Vergütung mehr im zweistelligen Millionen-Bereich. Vielfach ging es deutlich nach unten. Es hat also Konsequenzen, wenn Ziele nicht erreicht werden - selbst wenn in diesen Krisenzeiten die Männer an der Spitze teils gar nicht selbst dafür verantwortlich sind.


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Schadenfreude ist aber fehl am Platz. Dass die Dax-Spitzenverdiener grundsätzlich in einer anderen Gehaltsklasse spielen als andere Arbeitnehmer, ist kaum zu ändern. In der Bundesliga der Wirtschaftsunternehmen braucht es gut bezahlte Topstars. Ansonsten gehen sie ihrer Wege, verdienen ihre vergoldeten Brötchen anderswo. Wichtig ist aber, dass vermehrt auch wertorientierte Ziele gesteckt werden. Der Erfolg eines Unternehmens darf sich nicht nur am Aktienwert und anderen Finanzkennzahlen bemessen. Die aktuelle Studie zeigt indes, dass keine Selbstbedienung auf breiter Front stattfindet. Immerhin.

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