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In Siegelsbach ist die Hilfsbereitschaft für ukrainische Geflüchtete sehr groß

  
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Geflüchtete, egal woher sie kommen, sollten gleich behandelt werden, meint unsere Autorin.

  
Ukrainische Flüchtlinge mit ihrem Gepäck.
Ukrainische Flüchtlinge mit ihrem Gepäck.  Foto: Marcus Brandt/dpa

In Siegelsbach heißt es oft, dass die Menschen dort besonders zusammenhalten. Das hat man vor zwei Jahren gesehen, als das Haus samt Werkstatt von Franz Rudlof brannte und sofort Geld gesammelt wurde. Und auch in der Anfangszeit der Corona-Pandemie stellten die Bürger einiges auf die Beine.

Jetzt, da die Gemeinde zahlreiche Geflüchtete aus der Ukraine bei sich aufgenommen hat – viel mehr, als sie laut Schlüssel müsste –, wird wieder klar, zu was der kleine Ort fähig ist. Die Menschen werden explizit zu Sportveranstaltungen und Konzerten eingeladen, die Verwaltung versucht, Familien gemeinsam unterzubringen.

Alle werden gleich behandelt

Auf der anderen Seite leben teils seit Jahren Personen aus anderen Ländern in der Unterkunft im Rödeweg. Wurde ihnen eine vergleichbare Willkommenskultur entgegengebracht? Bürgermeister Tobias Haucap sagt, dass alle Flüchtlinge gleich behandelt werden. Und das glaubt man ihm sofort.

Doch viele Menschen lassen sich nach wie vor von Hautfarbe oder Religion abschrecken, wenn sie nicht unseren europäischen Standards entsprechen. Das Unbekannte macht Angst, das ist überall so, nicht nur in Deutschland. Denn eigentlich sind wir alle außerhalb unseres Heimatlands Ausländer. Und das bekommt man nur schwer aus dem Kopf.


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Im Hotel „Alte Post“ an der Siegelsbacher Hauptstraße leben zurzeit 17 Personen aus dem ukrainischen Mariupol. Ein Zimmer wird nicht benutzt, denn die Gemeinde muss Räume für Fälle häuslicher Gewalt freihalten.
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Verwaltung in Siegelsbach mietet Hotel für ukrainische Flüchtlinge an


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